Linux- und Open-Source-Rückblick für Kalenderwoche 43

ownCloud 6 Beta

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler der ownCloud haben eine erste Beta-Version von Version 6 zur Verfügung gestellt. Darin gibt es einen Editor für ODT-Dokumente.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 43. The Document Foundation hat LibreOffice 4.0.6 zur Verfügung gestellt.

Linus Torvalds glaubt, dass SteamOS Linux auf dem Desktop helfen wird. Fedora 20 verspätet sich um mindestens eine Woche und Fedora 21 entledigt sich von GPU-Altlasten. WordPress 3.7 ist verfügbar.

ownCloud 6 Beta

Als die Entwickler ownCloud 6 Alpha zur Verfügung stellten, kündigten Sie noch eine Überraschung an. Die Katze ist nun aus dem Sack und es ist eine Textverarbeitung für ODT-Dokumente. Die neu hinzugekommene App nennt sich Documents.

Documents listet alle ODT-Dateien im System auf. Sie können darüber hinaus neue Dokumente anlegen oder bestehende hochladen. Ein Klick darauf öffnet die Textverarbeitung. Die Entwickler sprechen davon, dass es sich um eine erste Version handelt und einige ODT-Funktionen noch nicht implementiert sind.

Am Spannendsten in diesem Zusammenhang ist, dass mehrere Anwender gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können. Sie sehen auch, wer wann Änderungen vorgenommen hat.

Wollen Sie das selbst ausprobieren, können Sie die Beta-Version hier herunterladen.

LibreOffice 4.0.6

LibreOffice 4.0.6 ist möglicherweise das letzte Punkt-Update des Zweiges 4.0.x. Es handelt sich um eine Wartungs-Version, die keine neuen Funktionen mit sich bringt. Die Entwickler haben zirka 70 Fehler ausgebessert. Die Bürosoftware-Sammlung ist wie üblich für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar.

Linus Torvalds: Valves Ankündigungen sind gut für Linux

Auf der LinuxCon in Edinburgh sagte der Linux-Vater, dass ihm Valves Ankündigungen hinsichtlich SteamOS gut gefallen. Er glaubt, dass dies dem Linux-Desktop nicht nur helfen, sondern auch ernster genommen wird.

SteamOS gibt es nicht nur für spezielle Hardware. Valve wird das auf Linux basierende Betriebssystem frei zugänglich machen und jeder kann es installieren. Wann das so weit ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Fedora 20 mit Verspätung

In einem Meeting haben die Fedora-Entwickler beschlossen, dass die Beta-Version aufgrund ungelöster Blocker-Bugs eine Woche verschoben wird.

Bereits die Alpha-Ausgabe mussten die Entwickler verschieben. Das Ganze wirkt sich auf den allgemeinen Zeitplan der von Red Hat gesponserten Linux-Distribution aus. Sollten keine weiteren Verzögerungen mehr eintreffen, erscheint Fedora 20 frühestens am 10. Dezember 2013.

In einer Ankündigung Fedora 21 betreffend, hat man von Einstellung der Unterstützung von veralteten GPUs gesprochen. Auf einen Nenner gebracht wird man Alles ohne DRM/KMS-Unterstützung aus dem Verkehr ziehen.

WordPress 3.7

WordPress 3.7 bringt eine automatische Update-Funktion mit sich. Per Standard aktualisiert die Software allerdings nur Punkt-Versionen, um Sicherheits-Updates und Bugfixes einzuspielen. Das Verhalten der automatischen Updates lässt sich über die Datei wp-config.php beeinflussen.

Weiterhin schlägt die beliebte Software stärkere Passwörter vor und verbessert den Umgang mit anderen Sprachen. Sie finden die Deutsch-sprachige Version von Wordpress 3.7 unter de.wordpress.org.