Outsourcing: Zur Hochzeit an die Scheidung denken

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Nur jeder dritte Outsourcing-Kunde plant, den Vertrag mit seinem Provider zu verlängern, so eine Studie der PA Consulting Group. Ein Teil der Abkommen wird sogar vor der nominellen Ablaufzeit gelöst. Entsprechend wichtig sind vertragliche Regelungen für eine reibungslose Migration.

Foto: Joachim Wendler

Nie war es leichter, die eigenen Vorstellungen in den Vertragsentwurf einzubringen, als heute. "Der Outsourcing-Markt hat sich gewandelt", konstatiert Pascal Matzke, Director Consultant bei der Meta Group, "der Kunde sitzt heute am längeren Hebel." Um Profit aus dieser Marktkonstellation ziehen zu können, müssen die Auftraggeber allerdings erst einmal wissen, was gut für sie ist. Einige haben bereits aus eigenen Erfahrungen oder den Negativbeispielen anderer gelernt. Die Klientel ist heute, darin stimmen die Marktkenner überein, längst nicht mehr so blauäuig wie noch vor zwei Jahren.

Die in der Beraterzunft kursierenden Best Practices weisen durchaus einige Gemeinsamkeiten auf. Als State of the Art gilt die Unterscheidung in einen längerfristigen Rahmenvertrag, der die grundsätzlichen juristischen Vereinbarungen und eine Beschreibung der Arbeitsabläufe enthält, sowie mehrere, auf kürzere Sicht angelegte Serviceabkommen, die teilweise in sich noch mehrfach gestaffelt sind.

Automatische Verlängerung passé

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