Ultra Mobile PCs

Notebook-Minis kommen groß raus

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
In den kommenden Monaten ist eine ganze Reihe neuer kompakter und vor allem günstiger Mini-Notebooks auf dem deutschen Markt zu erwarten. Wer sich so einen Rechner anschaffen will, sollte also noch ein wenig Geduld aufbringen.

Displays mit sieben bis zehn Zoll, Flashspeicher mit 4 bis 8 GB und Arbeitsspeicherkapazitäten von 512 MB - was auf den ersten Blick nicht gerade nach technischer Speerspitze aussieht, wirbelt den internationalen Notebook-Markt seit Monaten kräftig durcheinander. Kompakte Mini-Notebooks, die weniger als ein Kilogramm wiegen und unterwegs den schnellen Internet-Zugang erlauben, gehen derzeit weg wie warme Semmeln. Ihr wichtigster Vorteil: Sie sind billig. Gerade einmal 299 Euro verlangte Hersteller Asus für seinen ersten Eee PC, und mittlerweile bieten die ersten Händler entsprechende Geräte unter 200 Euro an (siehe auch: Asus Eee PC 900 imTest).

Asus hat hohe Erwartungen an seine Eee-PC-Marke
Asus hat hohe Erwartungen an seine Eee-PC-Marke

Angesichts des Hypes rund um die kleinformatigen Billig-Notebooks haben sich die Asus-Verantwortlichen ehrgeizige Ziele gesteckt: Nachdem die Taiwaner in den ersten drei Monaten des Jahres weltweit bereits 700 000 Exemplare ihres Eee PC verkauft haben, sollen es im zweiten Quartal mit bis zu 1,3 Millionen nahezu doppelt so viele werden. Insgesamt sollen 2008 etwa fünf Millionen der Mini-Rechner über die Ladentische wandern, lautet die Prognose der Taiwaner. Im kommenden Jahr visieren die Manager zehn Millionen verkaufte Eee PCs an.

Mit diesem Erfolg des Bonsai-Notebooks hatte kaum jemand gerechnet - offenbar auch der Hersteller nicht. Nach wie vor ist es schwierig, einen der beliebten Minis zu ergattern. Viele Online-Shops können nicht mehr liefern. Überrascht wurde aber auch die Konkurrenz. Gerade die Großen im Notebook-Geschäft wie Hewlett-Packard, Dell und Acer hatten dem günstigen Mobilrechner von Asus zunächst nichts entgegenzusetzen. Doch das könnte sich in den nächsten Monaten ändern.