IT & Business Excellence

Forrester-Studie

Mit SAP HANA 70 Prozent Softwarekosten sparen

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen, die SAP-Software in Verbindung mit der SAP HANA einsetzen statt auf einer herkömmlichen Datenbank, senken ihre IT-Kosten deutlich.
Der US-Marktforscher Forrester hat errechnet, dass SAP-Anwender mit SAP HANA im Vergleich zu traditionellen Datenbanksystemen im Schnitt 37 Prozent an IT-Kosten sparen können.
Der US-Marktforscher Forrester hat errechnet, dass SAP-Anwender mit SAP HANA im Vergleich zu traditionellen Datenbanksystemen im Schnitt 37 Prozent an IT-Kosten sparen können.
Foto: Forrester

SAP-Kunden, die eine bestehende SAP-ERP- und SAP-Business-Warehouse-(BW)-Installation sowie Eigenentwicklungen auf SAP HANA migrieren, beschleunigen nicht nur Geschäftsprozesse und Analysen, sondern senken auch die IT-Betriebskosten. Im Schnitt können durch den Einsatz von SAP HANA die IT-Kosten um 37 Prozent reduziert werden; zugleich werde die Leistungsfähigkeit bei Entwicklungsprojekten und der Systemwartung verbessert. Möglich ist dies, weil durch den Einsatz der In-Memory-Plattform die Komplexität der IT-Landschaft verringert und diese somit vereinfacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung "Projected Cost Analysis of the SAP HANA Platform", die der US-Marktforscher Forrester im Auftrag von SAP durchführte. Im Einzelnen könnten mehr als 70 Prozent an Kosten für Software, 15 Prozent für Hardware und 20 Prozent für Administration und Entwicklung eingespart werden.

HANA verringert IT-Kosten um 11,6 Millionen Dollar

Unter dem Strich lassen sich mit SAP HANA über eine Laufzeit von drei Jahren bei den Nettokosten Einsparungen in Höhe von 11,6 Millionen Dollar erzielen. Fallen bei einem herkömmlichen Datenbankmanagementsystem IT-Gesamtkosten von mehr als 31,3 Millionen US-Dollar an, sind es bei der In-Memory-Plattform nur etwas mehr als 19,6 Millionen Dollar. Als Grundlage für die Berechnungen, die nach der Total-Economic-Impact-Methode (TEI) erfolgten, dienten Forrester Interviews mit vier Kunden, die bereits seit längerem die SAP-HANA-Plattform einsetzen, sowie eine Umfrage bei weiteren 25 SAP-Kunden. Die TEI-Methode bezieht außer den IT-Gesamtkosten auch Faktoren wie Nutzen und Risikoszenarien ein sowie Optionen, die sich daraus für die IT ableiten lassen. Um das Einsparpotenzial in einem SAP Business Warehouse (BW) powered by SAP HANA, in SAP ERP powered by SAP HANA oder einer vom Kunden entwickelten Applikation aufzuzeigen, wurden die Kosten mit einer traditionellen Datenbank sowie für SAP HANA errechnet und die jeweilige Total Cost of Ownership (TCO) verglichen.

Die Analyseergebnisse der Einzelbefragungen verdichtete der Marktforscher dann in einer sogenannten "Musterfirma". Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Fertigungsunternehmen mit 40.000 Beschäftigten, in dem die Größe der SAP-BW-Datenbank 40 Terabyte, die der SAP-ERP-Datenbank zehn Terabyte und die der Datenbank für Eigenentwicklungen zwei Terabyte umfasst. In dem zugrundegelegten Szenario wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen im ersten Jahr SAP BW auf die SAP-HANA-Plattform umzieht, SAP ERP im Jahr darauf und die kundeneigenen Applikationen schließlich im dritten Jahr.