Tablet oder Notebook?

Microsoft Surface Pro 3 im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Wie viel Tablet steckt im Microsoft Surface Pro 3? Nicht viel. Ist das ein Nachteil für das Windows-Tablet? Eher im Gegenteil.

12-Zoll-Bildschirm, 811 Gramm Gewicht: Als Tablet kommt das Surface Pro 3 ziemlich groß und schwer daher. Und das ist auch gut so, sagt Microsoft. Denn der wahre Konkurrent des Tablets mit Windows 8.1 Pro sei nicht das iPad, sondern das Macbook Air. Das Surface Pro 3 will also ein Ultrabook ersetzen, kein Tablet.

Edel außen, leistungsstark innen

Im Duell mit dem Macbook Air um das beste Arbeitsgerät zum Angeben hat das Surface Pro 3 eine gute Ausgangsposition: Das Tablet ist extrem stabil und hochwertig verarbeitet. Microsoft nutzt ein hellgraues Magnesium-Gehäuse, das nur 9,1 Millimeter hoch ist und damit deutlich schmaler ausfällt als der Vorgänger Surface Pro 2. Der Windows-Knopf liegt als Sensortaste sinnvollerweise vorne an der Seite, weil er dort leichter zu erreichen ist als unten in der Mitte, wenn Sie das Tablet im Querformat halten.

Edles Gehäuse mit Magnesium-Legierung: Die Rückseite des Surface
Edles Gehäuse mit Magnesium-Legierung: Die Rückseite des Surface
Foto: Microsoft

Im Video: Microsoft Surface Pro 3 im Test

Das Surface Pro 3 wirkt überraschend leicht, wenn Sie es in die Hand nehmen - obwohl über 800 Gramm Gewicht für ein 12-Zoll-Tablet nicht rekordverdächtig leicht sind: Das Samsung Pro Note 12.2 wiegt mit einem größeren Bildschirm deutlich weniger, hat aber nur ein Kunststoffgehäuse. Das Surface liegt aber angenehm ausbalanciert in der Hand - Sie haben nie das Gefühl, dass Sie an einer Seite fester zugreifen müssen, weil es Ihnen sonst entgleitet. Ein kleiner Hinweis auf Apple ist der Stromstecker, der ähnlich wie beim Macbook Air per Magnet in der Buchse gehalten wird und sich unabhängig von der Ausrichtung einstecken lässt. Das eindrucksvolle Design durchbricht nur der Eingabestift. Für ihn hat Microsoft keinen Platz am Tablet vorgesehen, sondern liefert nur eine selbstklebende Schlaufe mit, in die Sie den Stift stecken und die sie dann ans Gehäuse kleben. Das ist funktional, aber absolut nicht elegant.

Arbeitsauftrag: Das Surface Pro 3 zielt vor allem auf Geschäftskunden
Arbeitsauftrag: Das Surface Pro 3 zielt vor allem auf Geschäftskunden
Foto: Microsoft