Test

Mehr Tempo für Vista dank SP1?

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Seit dem 18. März gibt es das Service Pack 1 für Vista zum Download. Es soll das Betriebssystem sicherer, stabiler und funktionsreicher machen. Ist Vista mit SP1 auch schneller und sparsamer? Wir haben nachgemessen.

Besonders für Notebooks hatte Microsoft mit Vista große Taten versprochen: Die Funktionen Readyboost und Readydrive sollten den Flaschenhals Festplatte umgehen, der besonders aktuelle Mobilrechner ausbremst. Zusätzlicher Flash-Speicher, zum Beispiel per USB-Stick oder integriert in eine Hybrid-Festplatte oder als Intel Turbo Memory (Codename „Robson“), sollte den Laptop beschleunigen. Da die Festplatte aufgrund des Flash-Speichers seltener anlaufen muss, versprach Microsoft auch eine verlängerte Akkulaufzeit.

Doch die ersten Ergebnisse waren ernüchternd: Weder mit Readyboost noch mit Readydrive ließ sich eine Beschleunigung von Vista messen. Und von größere Energieeffizienz konnte überhaupt keine Rede sein: Die ersten Vista-Notebooks schluckten im Akkubetrieb bei sonst gleicher Ausstattung rund zwei bis vier Watt mehr als ihre XP-Kollegen.

Wird mit dem Service Pack 1 alles besser? Wir haben es nachgeprüft und mehrere Notebooks unseren Standard-Benchmarks für Systemleistung (Sysmark 2007) und Akkulaufzeit (Mobile Mark 2007) unterzogen – mit und ohne SP1.

Foto: Samsung

Als Testgeräte kam zum einen das aktuelle 13,3-Zoll-Notebook Samsung Q70 zum Einsatz. Der knapp zwei Kilogramm leichte Mobilrechner arbeitet mit einem Core 2 Duo T7300 (2 GHz), dem Nvidia-Grafikchip Geforce 8400M G, 2 GB RAM und einer 160 GB großen Festplatte. Als Vista-Variante ist Home Premium installiert.

Für den Test von Readyboost und Readydrive verwendeten wir das Asus M51SN: Neben der aktuellen Penryn-CPU Core 2 Duo T8300 (2,4 GHz) und dem Nvidia-Grafikchip Geforce 9500M GS verbaut Asus im schicken Allround-Notebook auch 1 GB Intel Turbo Memory. Der Flash-Speicher, der als Mini-Card auf der Hauptplatine steckt, stellt 500 MB für Readyboost zur Verfügung. Außerdem unterstützt er Readydrive: In den Vista-Energieoptionen lässt sich deshalb der „Windows Hybrid Hard Disk Power Savings Mode“ aktivieren – Turbo Memory und die Standard-Festplatte funktionieren dann wie eine Hybrid-Festplatte. Auch auf dem Asus M51SN läuft Vista Home Premium.

Auf beiden Testgeräten dauerte die Installation des Service Pack 1 rund 50 Minuten. Nach dem Start läuft die Installation ohne weitere Nutzereingaben ab, allerdings führt das Notebook mehrere Neustarts aus.