Piwik, ownCloud & SoftMaker Office

Linux- und Open-Source-Rückblick für KW 36

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Selbst wenn Piwik eine neue große Version zur Verfügung stellt, wird der Vorgänger noch eine Weile lang unterstützt.

Linux-Kernel 4.2 ist fertig. Kopfgeld für ownCloud-Fehler angekündigt. SoftMaker Office 2016 lädt Linuxer zum privaten Beta-Test ein.Red Hat stellt freie Schriftart Overpass zur Verfügung.

Piwik mit LTS-Richtlinie

Piwik ist vor allen Dingen Webmastern ein Begriff. Es handelt sich um eine freie Webanalyse-Software ähnlich zu Google Analytics. Die Entwickler der Software haben eine LTS-Richtlinie vorgestellt. Auch nach dem Erscheinen der neuen, großen Version Piwik 3.0.0 werden Anwender von Piwik 2.x noch für mindestens ein weiteres Jahr Unterstützung erhalten.

Man empfiehlt zwar ein Upgrade auf Version 3.x, aber das im September 2015 erscheinende 2.15.x wird mindestens bis September 2016 mit Security-Fixes versorgt. Sicherheits-Updates und Fixes für andere große Fehler werden von 3.x auf 2.x zurückportiert.

Linux-Kernel 4.2

Linus Torvalds hat Linux-Kernel 4.2 zur Verfügung gestellt. Die Änderungen in Linux 4.2 sind sehr umfangreich. 1569 Entwickler waren beteiligt, was einem neuen Rekord entspricht. Ebenfalls ein neuere Rekord sind die über eine Million Zeilen Code, die hinzugefügt wurden. 285.000 Zeilen haben die Entwickler entfernt.

Wer eine Übersicht mit allen Neuerungen und Änderungen einsehen möchte, sollte sich an kernelnewbies.org halten. Dort werden die Veränderungen sehr verständlich erklärt. Den Quellcode für Linux 4.2 finden Sie hier.

ownCloud mit Kopfgeld für Bugs

Bis zu 500 US-Dollar gibt es für in ownCloud gefundene Fehler. In Zusammenarbeit mit HackerOne möchten die Hersteller der On-Premises-Cloud-Lösung die Software sicherer machen.

Melden Entdecker besonders schwere Fehler, dann gibt es bis zu 500 US-Dollar Prämie. Mittelschwere Probleme bringen immerhin zwischen 50 und 250 US-Dollar. Für weniger schlimme Security-Lücken gibt es bis zu 50 US-Dollar. Sie finden weitere Informationen bei hackerone.com oder der Security-Seite bei ownCloud.

SoftMaker Office 2016 für Linux im Beta-Test

SoftMaker Office 2016 für Linux ist in die Beta-Version gegangen. Die Softwareschmiede aus Nürnberg lädt Anwender zum privaten Beta-Test ein. Dabei sucht man Anwender, die Feedback geben.

Wer sich für die Teilnahme interessiert, der möchte sich unter forum.softmaker.de ein Konto anlegen und dann eine E-Mail mit dem Forumsnamen an apply@softmaker.de schicken.

Weiterhin dürfen Schulen, Lehrer und Hochschulen SoftMaker Office 2016 für Windows ab sofort kostenlos nutzen. Für Schüler und Studenten kostet das Paket lediglich zehn Euro. Ob das für die Linux-Version nach dem Erscheinen der finalen Version auch gilt, wird die Zeit zeigen.

Schriftart Overpass von Red Hat

Linux-Distributor Red Hat hat die Font-Famile Overpass angekündigt. Die Schriftart wurde von Delve Fonts designend und ist unter einer SIL Open Font License verfügbar. Man hat sich eigenen Angaben zufolge von Highway Gothic inspirieren lassen. Overpass ist als TTF, WOFF, SVG und EOT verfügbar.