Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 27

Linux Mint 17.2 ist veröffentlicht

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler von Linux Mint haben Version 17.2 ausgegeben. Ein Highlight ist Cinnamon 2.6.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 27. Ab dieser Woche wird es den Intel Compute Stick auch mit Ubuntu geben.

The Document Foundation hat LibreOffice 4.4.4 veröffentlicht. Ein dritter Veröffentlichungs-Kandidat von VirtualBox 5.0 ist verfügbar.

Linux Mint 17.2

Ab sofort steht Linux Mint 17.2 Rafaela zur Verfügung. Wie Version 17 und 17.1 basiert auch Linux Mint 17.2 auf Ububtu 14.04 LTS Trusty Tahr und wird bis 2019 mit Updates versorgt.

Ein Highlight ist die überarbeitete Desktop-Umgebung Cinnamon 2.6. Die Entwickler haben die Performance verbesert und dem Dateimanager Nemo eine Warteschlange spendiert.

Außerdem gibt es verbesserte Unterstützung für UEFI, NVIDIA allgemein und Grafikkarten mit Optimus-Technologie. Die Entwickler haben den Grafikkartentreiber auf Version 346.72 aktualisiert. Außerdem gibt es ein Applet für die Systemleiste, mit der sich die Grafikkarte umschalten lässt. Das Symbol zeigt außerdem an, welche GPU gerade aktiv ist.

Linux Mint 17.2 ist derzeit mit den Desktop-Umgebungen Cinnamon 2.6 und MATE 1.10 verfügbar. Varianten mit KDE und Xfce folgen bald.

Der Upgrade-Pfad von Linux Mint 17 oder 17.1 ist ebenfalls offen. Anwender können bequem via Aktualisierungsverwaltung auf Linux Mint 17.2 upgraden. Anders als bei einer Neuinstallation wird der Kernel beim Upgrade nicht getauscht. Man kann den neuesten Kernel aber sehr einfach über die Softwareverwaltung nachinstallieren. Sie können die neueste Ausgabe von Linux Mint von der Projektseite herunterladen.

intel Compute Stick mit Ubuntu

Canonical hat wissen lassen, dass es ab dieser Woche den Intel Compute Stick auch mit Ubuntu geben soll. Die Produktnummer ist STCK1A8LFC und man kann den Computer auf einem Stick bei allen großen Vertrieben finden.

Mithilfe des Intel Compute Sticks kann man einen Bildschirm mit HDMI-Eingang in einen kompletten Rechner umwandeln. Der Mini-Computer bringt einen microSD-Steckplatz mit sich, womit sich das Storage erweitern lässt.

Die Ubuntu-Version hat Ubuntu 14.04 LTS Trusty Tahr vorinstalliert. Im Gegensatz zur Windows-Variante, die mit zwei GByte RAM und 32 GByte Storage ausgeliefert wird, enthält die Linux-Version nur ein GByte Arbeitsspeicher und acht GByte Storage. Als Prozessor dient ei Intel Atom Quad-Core.

LibreOffice 4.4.4

LibreOffice 4.4.4 ist die vierte Wartungs-Version dieses Zweiges. Laut eigenen Angaben haben die Entwickler über 70 Fixes gegenüber der Vorgänger-Version eingepflegt (RC1, RC2, RC3).

Man bezeichnet den Zweig 4.4.x als LibreOffice Fresh. Konservativere Anwender sollten sich an LibreOffice Still oder 4.3.x halten. Dort ist die aktuelle Version 4.3.7.

Wie üblich gibt es die aktuelle Version von LibreOffice im Download-Bereich der Projektseite. Die Software ist für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar.

VirtualBox 5.0 RC3

Oracle hat einen dritten RC von VirtualBox 5.0 zur Verfügung gestellt. In der Ankündigung raten die Entwickler davon ab, die Testversion in einer produktiven Umgebung einzusetzen.

Die Entwickler haben diverse Fehler ausgebessert. Unter anderem sind große Dateien bei Drag & Drop zu Linux- und UNIX-Gästen nun kein Problem mehr.

Interessierte finden VirtualBox 5.0 RC3 hier. Es stehen Binärdateien unter anderem für Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, Debian, Ubuntu, Windows, SunOS und Mac OS X zur Verfügung.