Mobility@Work

IBM geht in die Mobil-Offensive

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mit neuen Produkten und Services verspricht die IBM auf mobilen Endgeräten ein Benutzererlebnis, wie es bis dato nur vom PC bekannt war.

Die neuen Angebote richteten sich sowohl an Geschäfts- wie auch an Privatkunden, erklärte Big Blue. IBM habe sich daher entschlossen, seine Software, Services und Forschungserfahrung zu kombinieren, um neue mobile Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Natürlich nicht ohne Grund: Einer Studie des hauseigenen Institute for Busines Value zufolge nähert sich die Zahl der mobilen Internet-Nutzer unaufhaltsam der Milliardengrenze, ein Wachstum von 191 Prozent gegenüber dem Jahr 2006. Zudem nutzten bereits 67 Prozent aller Arbeitnehmer heutzutage mobiles und drahtloses Computing.

Die eigene Software, so die IBM, baue auf offenen Standards auf und lasse sich deswegen mit den meisten mobilen Plattformen nutzen, darunter BlackBerry, iPhone, Windows Mobile und Symbian. Flankierend offeriert der Konzern nun unter der Dachmarke "Mobility@Work" neue Business Consulting Services, um Unternehmen bei der Verwaltung einer mobilen Arbeitsumgebung zu helfen. Arbeitgeber sollen damit laut IBM die Produktivität ihrer Belegschaft um bis zu 30 Prozent steigern und außerdem bei ihren Immobilienkosten (dem zweitgrößten Kostenblock nach Gehältern/Benefits) sparen können.

Verschiedene Softwareprodukte eignen sich laut IBM-Darstellung - speziell im Zusammenspiel mit Service-orientierten Architekturen (SOA) und Cloud Computing - besonders gut für den mobilen Einsatz. Explizit nennt der Hersteller hier "IBM Rational Business Developer" für die Entwicklung von Web-2.0-artigen Geschäftsanwendungen in Enterprise Generation Language (EGL) für Großrechner ebenso wie mobile Endgeräte (Web-2.0-Support derzeit als AlphaWorks-Projekt); "IBM Rational Host Access Transformation Services" (HATS) zur Umwandlung von Green-Screen-Applikationen in mobile Anwendungen und Web-Services; den "WebSphere Business Monitor" für Echtzeit-Geschäftsinformationen (derzeit für BlackBerry, ab Q4 auch iPhone) sowie bereits bekannte Lösungen wie "Cognos 8 Go!". Die Tivoli-Sparte steuere außerdem das nötige Service-Management bei.

Alles in allem ist die Ankündigung der Armonker sehr schwammig und allgemein gehalten. Zwei Videos auf den IBM-Presse-Seiten könnten da vielleicht sagen mehr als die sprichwörtlichen tausend Worte - tun sie aber auch nicht...