Cloud-Collaboration

Google schließt Apps-Vorvertrag mit GM

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General Motors könnte demnächst mehr als 100.000 Mitarbeiter mit Googles Cloud-Programmpaket "Google Apps" ausstatten.
GM-Historisches: Ein 1968er Chevy Chevelle Malibu
GM-Historisches: Ein 1968er Chevy Chevelle Malibu
Foto: GM Company

Einen entsprechenden Rahmenvertrag hat Google einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge unterschrieben. Der Internet-Konzern müsse allerdings noch bestimmte Auflagen erfüllen, bevor GM eine endgültige Entscheidung für den Einsatz der Software treffe, schreibt das Blatt unter Berufung auf Insider.

Eine GM-Sprecherin wollte den Vertragsabschluss mit Google nicht offiziell kommentieren, sondern erklärte dazu lediglich, das Unternehmen habe "keine Entscheidung für den Einsatz von Google gefällt. Wir sind ständig auf der Suche nach Leading-Edge-Technologien, und unsere IT-Abteilung ist offen für unterschiedliche Entwickler".

Sollte der Deal tatsächlich zustande kommen, würde er für Google einen Meilenstein bedeuten in seinem Kampf gegen die Dominanz von Microsoft bei Bürosoftware. Es wäre der größte Einzelabschluss seit Beginn der Vermarktung von Google Apps im Jahr 2007. Bislang haben sich vor allem kleine und mittlere Kunden für die Google-Lösung entschieden. Es gibt aber auch ein paar Dutzend Großkunden, der größte ist der niederländische Handelskonzern Ahold mit 55.000 Apps-Seats.

Google Apps for Business umfasst unter anderem den Email-Dienst Gmail (in Deutschland Google Mail), Google Docs (in Deutschland "Text und Tabellen") mit Anwendungen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen und neuerdings auch das soziale Netzwerk Google+, das auch einfache Videokonferenzen ("Hangouts") ermöglicht.

General Motors ist in Sachen Collaboration-Software ein langjähriger Anwender von IBM Lotus Notes. In den vergangenen Monaten hatten sich Google und Microsoft einen Bieterwettstreit darum geliefert, wer den traditionsreichen Autobauer mit Email- und Collaboration-Software aus der Cloud versorgen darf. Google und Microsoft lehnten eine Stellungnahme zu der "WSJ"-Meldung ab, "Big Blue" war nicht erreichbar.