Open Source

Drei Alternativen zu SugarCRM

Tobias Wendehost
Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
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Die Vielfalt an Open-Source-Software für das Customer-Relationship-Management (CRM) ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mittlerweile existieren einige marktreife Alternativen zum Branchenprimus SugarCRM.

Um erfolgreiche Kundenbindungen aufzubauen, kommen kleine wie große Unternehmen nicht um Software für die Kundenpflege herum. CRM ist ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Auf dem Markt gibt es zahlreiche proprietäre Produkte. Allerdings sind sie oft mit hohen Kosten und einer Anhängigkeit vom Anbieter verbunden.

Werkzeug im Gepäck

Foto: Veerachai Viteeman, Shutterstock.com

Es gibt daher einige Gründe, warum sich Firmen auf dem Open-Source-Markt für CRM-Software umschauen sollten. So haben sich quelloffene Programme funktional weiterentwickelt und bieten Werkzeuge zur Analyse, Kundenkommunikation und Zusammenarbeit an. Vor allem der Bereich Social CRM wird für die Hersteller von Open-Source-CRM immer wichtiger, was sich in einigen Applikationen widerspiegelt. Weitere Schwerpunkte in der Entwicklung liegen in der Integration von Nutzern, Kunden und Anbietern.

In den letzten Jahren konnte vor allem SugarCRM mit einer Vielzahl an Plugins und Schnittstellen punkten. Doch die Software ist nicht die einzige Lösung mit dem nötigen Handwerkszeug. So sind Programme wie vtiger CRM, XRMS und info@hand ebenfalls mit vielfältigen Funktionen für das Kunden-Management ausgestattet. Und mit Tine 2.0 von Metaways Infosystems gibt es zudem ein Softwarepaket, das Groupware- und CRM-Funktionalität vereint. Andere Produkte wie Compiere, Cream CRM oder Tustena CRM bilden Querschnittslösungen, die entweder eine starke Anbindung an ein eigenes ERP haben oder für spezielle Branchen entwickelt wurden. Wie diese Aufzählung verdeutlicht, existiert eine große Bandbreite an Open-Source-CRM-Software. Im Folgenden stehen die Lösungen info@hand, Tine 2.0 und vtiger CRM im Fokus. Alle drei verfügen über ein großes Repertoire an Funktionen und Schnittstellen.

info@hand

Die CRM-Software info@hand ist eine Open-Source-Lösung, die ursprünglich auf der SugarCRM Community Edition basiert. Das Programm wird von der kanadischen Firma 1CRM (früher Longreach) weiterentwickelt. Neben Standardfunktionen für die Kundenkommunikation und Kontaktorganisation können Zusatzmodule für die Projekt-, Angebots- und Rechnungsorganisation integriert werden. Ferner gibt es Module für das Personal-Management.

Die Arbeit mit info@hand ist intuitiv. Über ein Menü lassen sich Firmenstrukturen mit den relevanten Informationen abbilden. Hat ein Unternehmen mehrere Töchter, können diese der Muttergesellschaft zugewiesen werden. Über eine Suchfunktion lassen sich Kunden- und Firmendaten finden. Auf diese Weise lassen sich auch vorhandene Daten verknüpfen. Die Informationen eines Unternehmens werden in einer Übersicht dargestellt. Individuelle Daten lassen sich in Tabs zusammenfassen und per Drag and Drop sortieren. Leider ist die Darstellung von Beziehungen der Firmen nur über Lieferant, Partner und Projekte möglich.

info@hand Vor- und Nachteile

CTI-Erweiterung möglich, umfassende Kampagnen
Begrenzte Beziehungen, keine Chat-Funktion

Kampagnenfunktion

Eine wichtige CRM-Aufgabe ist die Verwaltung von Kundendaten und -beziehungen. info@hand stellt eine Eingabemaske für Details zur Verfügung, über die sich Empfehlungen, Bewertungen und die Daten des Interessenten abspeichern lassen. Daneben ist die Anordnung einer Kampagne zusammen mit E-Mail und Newslettern gewährleistet.

Im Zusammenhang mit dem Management und Aufbau von Kundenbeziehungen spielt auch der Support eine große Rolle. Ein Self-Service-Portal ist integriert. Kundenprobleme lassen sich ähnlich wie andere Arbeitsabläufe erfassen, verfolgen und dokumentieren. Dabei ist die Einstufung nach Prioritäten vorgesehen. Unterstützt wird dies durch eine kostenlose CTI-Erweiterung, mit der Telefonate direkt aus dem CRM heraus möglich sind. Zudem existieren Funktionen für das Kontakt-Management. Die Kalenderansicht verschafft eine Übersicht über alle Termine, Aufgaben, Anrufe und Meetings. Leider bietet die Software keinen Chat an. Allerdings können themenbezogenen Dashboards eingerichtet werden.