Firefox 16 und Chrome 22 gegen IE 10

Die schnellsten Web-Browser im Test

02.01.2013 | von Jürgen Donauer
Chrome 22, Firefox 16, Firefox 17 Beta oder Internet Explorer 10 - welcher der aktuellen Web-Browser ist der schnellste? Die COMPUTERWOCHE hat es getestet.

Microsoft hat mit Windows 8 die neue Version 10 den Internet Explorer zur Verfügung gestellt. Das gibt Anlass genug, den neuen Microsoft-Browser einem Geschwindigkeits-Test zu unterziehen und ins Rennen gegen Google Chrome 22 und Mozilla Firefox 16 zu schicken. Da Firefox 17 wieder eine ESR-Version (Extended Support Release) wird, haben wir deren Beta gleich mitgetestet.

Kann der neue Internet Explorer in Sachen Performance weiter gegenüber Chrome und Firefox aufholen?
Kann der neue Internet Explorer in Sachen Performance weiter gegenüber Chrome und Firefox aufholen?

Vorab: Die von den Herstellern ausgegebenen Benchmark-Tests sind oftmals nicht einmal falsch. Natürlich hat aber jeder Browser Stärken und Schwächen. Somit zieht man auf Entwicklerseite schon gerne die Tests heran, die sich als vorteilhafter erweisen. Wir haben deshalb die drei unter Windows am meisten genutzten Browser in anerkannten JavaScript-Benchmarks verglichen. Durch Web 2.0, soziale Netzwerke und sogenannte "Rich Internet"-Applikationen ist JavaScript und dessen Performance eine der wichtigsten Komponenten in einem Web-Browser. Dem Test mussten sich Chrome 22, Firefox 16, Firefox 17 Beta und Internet Explorer 10 stellen.

Verlauf der Benchmark-Tests

Jeder Lauf wurde fünf Mal pro Browser vorgenommen. Das Ergebnis ist somit ein Durchschnittswert. Als Benchmark-Tests haben wir uns für WebKits SunSpider JavaScript Benchmark 0.9.1, Googles V8 Benchmark V7, Futuremarks Peacekeeper und Mozillas Kraken 1.1 entschieden.

Benutzte Hardware und Betriebssystem

Als Betriebssystem kam Windows 8 zum Einsatz. Die darunter liegende Hardware ist ein Acer ASPIRE mit vier GB Arbeitsspeicher und einer "Intel Core i5-460M"-CPU mit einer Taktfrequenz von 2,67 Ghz.

Mozillas Kraken 1.1 in Millisekunden - weniger ist besser

Mozillas Benchmark-Test fokussiert sich laut eigener Aussage auf Workloads, die der Realität entsprechen. Man hat sich deswegen auf JavaScript konzentriert und keine Funktionen verwendet, die sich nur vorteilhaft auf den hauseigenen Firefox auswirken.

In Mozillas Kraken-Bechmark belegt nicht etwa Firefox, sondern Googles Chrome den ersten Platz.
In Mozillas Kraken-Bechmark belegt nicht etwa Firefox, sondern Googles Chrome den ersten Platz.
Foto: Jürgen Donauer

Dies können wir so unterschreiben. Googles Chrome 22 hat hier die Nase vorn und landet mit einem Durchschnitt von 3151,6 Millisekunden (hoch 3308,6 / tief 2904,3) auf dem ersten Platz. Die Silbermedaille darf Firefox 17 Beta mit 3307,14 Millisekunden (hoch 3334,7 / tief 3286,4) einstreichen. Bronze geht an Firefox 16 mit 3381,78 Millisekunden (hoch 3395,4 / tief 3375,3). Der Internet Explorer 10 ist doch deutlich abgeschlagen, wenn auch nicht mehr so drastisch wie früher. Man hat wirklich aufgeholt, ist aber mit 7033,56 Millisekunden (hoch 7059,7 / tief 7004,2) mehr als doppelt so langsam wie die Konkurrenz. Der Abstand zwischen Chrome und Firefox ist gegenüber früheren Versionen ebenfalls ziemlich geschrumpft.

Test: Mozillas Kraken

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