Omnitrans und SAP

Das sieben Millionen-Dollar-Projekt

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Anzeige  Der US-Verkehrsbetrieb Ominitrans löst in einem langfristig angelegten IT-Projekt seine heterogenen Altlösungen durch eine integrierte SAP-Landschaft mit einheitlicher Datenbasis ab. Ziel ist es, interne Geschäftsprozesse wie auch die Kommunikation mit Lieferanten weitgehend zu automatisieren und dadurch effizienter zu gestalten.

Omnitrans Inc. betreut als öffentlicher Verkehrsbetrieb das San-Bernardino-Valley in Kalifornien. Mit ihren Bussen befördert die Firma in dem 480 Quadratmeilen großen Gebiet derzeit pro Jahr rund 15 Millionen Passagiere. Da das Transitaufkommen im Lauf der letzten Jahre stark gestiegen ist, erhöhte das auch die Anforderungen an die Geschäftsprozesse und an die IT-Systeme.

Ein ERP-System statt 14 Lösungen

Beim US-Verkehrsbetrieb Omnitrans löst SAP ERP insgesamt 14 Altanwendungen ab.
Beim US-Verkehrsbetrieb Omnitrans löst SAP ERP insgesamt 14 Altanwendungen ab.
Foto: Omnitrans

Um damit Schritt halten zu können, beschloss das Unternehmen im Jahr 2008, die bisher genutzten Legacy-Anwendungen durch SAP ERP in Verbindung mit Lösungen aus dem SAP BusinessObjects-Portfolio abzulösen. Unterstützt wird Omnitrans bei der Umsetzung des anspruchsvollen IT-Projekts vom SAP-Partner Ciber. Vor kurzem konnte der Verkehrsbetrieb zweite Phase, die allein sieben Millionen Dollar kostete, erfolgreich abschließen. Seitdem ersetzt SAP ERP die 14 Altanwendungen.

Das schafft eine einheitliche Datengrundlage für ein integriertes Informations-Management und automatisierte Bestätigungsprozesse. Auf diese Weise lassen sich Betriebsabläufe jetzt durchgängig abwickeln, was manuelle Dateneingaben drastisch reduziert und damit auch die Gefahr von Übertragungsfehlern. Implementiert sind unter anderem die SAP-Module für die Finanzbuchhaltung, die Personalwirtschaft, die Materialverwaltung und die Gehaltsabrechnung.

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