Best in Cloud 2015 – IBM Deutschland GmbH

Cloud trifft Big Data: Prime Research weiß, worüber die Welt spricht

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
CIOs und IT-Verantwortliche können am 17. September am Beispiel des IBM-SoftLayer-Projekts bei Anwender Prime Research live erfahren, wie Cloud-basierte Big-Data-Analytics-Projekte in der Praxis funktionieren. Prime Resarch wird zeigen, wie das Unternehmen ihre Analytics-Anwendung in die IBM SoftLayer Cloud verlagert hat - und welche Vorteile sich daraus für das eigene Geschäft ergeben.

Aus der Praxis für die Praxis – dieser Devise folgte die Veranstaltung "Best in Cloud" am 17. September in München. Sie richtete sich an IT-Verantwortliche, die an konkreten Beispielen sehen wollen, wie IT-Abteilungen in anderen Unternehmen Cloud-Technologien eingeführt haben, welche Hürden technischer und organisatorischer Art dabei zu überwinden waren und wie sie das Projekt rückblickend bewerten. Eine ideale Möglichkeit also für den Erfahrungsaustausch von CIO zu CIO. Eines der insgesamt 20 spannenden Projekte, die am 19. September vorgestellt wurden, wurde beim Echtzeit-Kommunikations-, Medien- und Marketingspezialisten Prime Research auf Basis von IBM SoftLayer realisiert.

Projekt-Steckbrief

  • Finalist: IBM Deutschland GmbH

  • Referenzkunde: Prime Research International GmbH & Co. KG

  • Kategorie: Infrastructure as a Service (IaaS), Public-Cloud-Projekt

  • Projekttitel: Die IBM Cloud weiß, worüber die Welt spricht Eingesetzte

  • Produkte: IBM Softlayer Cloud, Couch DB, ElasticSearch, Prime Insight Suite

  • Zeitraum des Projekts: 3 Monate Projekt-Phase: Run Größe des Projektteams: 4 Personen

  • Zusammenfassung: Prime Research analysiert weltweite Berichterstattung in sozialen und traditionellen Medien. In mehr als 60 Märkten erstellt das Unternehmen auf Basis der selbst entwickelten Big-Data-Analytics-Anwendung "Prime Insight Suite" sowie der SoftLayer Cloud von IBM ein globales Medien-Monitoring mit vergleichenden Zielgruppenanalysen. Integrierte Reputationsbilanzen und strategische Kommunikationsberatung informieren Kunden darüber, welchen Ruf eine Marke genießt und wie ein Unternehmen im globalen Wettbewerb wahrgenommen wird. Der Einsatz der IBM Softlayer Cloud ermöglichte es Prime Research, das Geschäftsmodell auszubauen.

Gemeinsam mit Prime-Research tritt IBM bei Best in Cloud an.
Gemeinsam mit Prime-Research tritt IBM bei Best in Cloud an.

Das Einsatzszenario

Der Medienforscher Prime Research analysiert mit seiner Big-Data-Analytics-Lösung und der IBM SoftLayer Cloud die medialen Veröffentlichungen zu Unternehmen und Marken weltweit. Nach dem Prinzip "follow the sun" beobachtet das Unternehmen über 9 weltweite Research- und News-Hubs in Echtzeit die Berichterstattung rund um den Globus: Zeitschriften, Online News, Social-Media-Kanäle, Fernsehen und Radio. Auf Basis dieser Analysen bietet Prime Research Kunden in mehr als 60 Märkten vielfältige Services an. Dazu zählen unter anderem Auswertungen und Medien-Monitorings mit vergleichenden Zielgruppen, integrierte Reputationsbilanzen und strategische Kommunikationsberatung. So informiert Prime Research den Kunden beispielsweise darüber, welchen Ruf seine Marke genießt und wie der Kunde im globalen Wettbewerb wahrgenommen wird.

Die Best in Cloud Facts zum Projekt.
Die Best in Cloud Facts zum Projekt.
Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Zu diesen Kunden zählt unter anderem MasterCard. Das Unternehmen nutzt die Analyse der Medienberichterstattung, um sowohl die eigene Reputation als auch die Bekanntheit der eigenen Marke zu steigern. Die Auswertung durch die Big Data Lösung von Prime Research ermöglicht es den Kunden außerdem, auf Regionen zugeschnittene Trends zu erkennen oder auch mögliche Krisen frühzeitig zu identifizieren. Kunden können so schneller und gezielter auf Marktveränderungen reagieren.

Für den 360-Grad-Blick auf die internationale Medienlandschaft und deren Auswertung setzt Prime Research die im eigenen Haus entwickelte Big-Data-Analytics-Anwendung "Prime Insight Suite" ein. Diese Anwendung läuft auf der IBM Softlayer Cloud. Der Betrieb auf der IBM-Lösung ermöglichte es dem Unternehmen, sein Geschäftsmodell weiter auszubauen. Für die Cloud-Services stehen Prime Research die Rechenzentren in Dallas (Texas), Amsterdam und Frankfurt zur Verfügung. Aus tausenden sozialen und traditionellen Medien fließen die Berichte in Wort und Bild in der IBM Cloud zusammen und werden dort ausgewertet.

Die Cloud-Lösung

"Unser Weg in die Cloud führte über die Suche nach einem hochwertigen Rechenzentrum zu SoftLayer", berichtet Dr. Rainer Mathes, Gründer und Geschäftsführer von Prime Research International. "Die technische Anforderung, unsere immense Datenmenge über die ganze Welt verteilt zu synchronisieren und darauf performant zugreifen zu können, konnte Softlayer mit dem Alleinstellungsmerkmale der kostenfreien, schnellen Datenverbindung zwischen den Rechenzentren erfüllen", begründet der Manager die Entscheidung zugunsten der Softlayer Cloud.

Wie bei vielen anderen Cloud-Projekten gab es auch hier im Vorfeld einige Punkte, die vor dieser Entscheidung zu klären waren: "Zu Beginn des Projektes bestanden Zweifel ob eine Cloud Lösung die Performance-Anforderungen erfüllen kann", führt Mathes aus. Insbesondere das Latenzproblem – die Anbindung der IBM SoftLayer-Cloud-Rechenzentren in Amsterdam und Dallas – und die Performance der Server waren kritisch. Gelöst wurde diese Herausforderung durch die Anbindung an das IBM-SoftLayer-Netz über den Netzzugangsknoten in Frankfurt. So wurde die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen den SoftLayer-Rechenzentren ermöglicht und eine hervorragende Performance-Werte erreicht.

Für die Paarung IBM und Prime Research reichte es in der IaaS-Kategorie zu Platz 2.
Für die Paarung IBM und Prime Research reichte es in der IaaS-Kategorie zu Platz 2.
Foto: Foto Vogt GmbH

Das Projekt basiert dabei hauptsächlich auf zwei Technologien: Zum einen kommt CouchDB als Datenbank zum Einsatz. Dort sammeln und archiviert Prime Research ihre Daten. Zum anderen wird ElasticSearch genutzt. "Die Daten aus der CouchDB werden in verschiedenen Indizes zusammengestellt und dienen unseren webbasierten Analyse-Frontend-GUIs als Suchplattform und Datenquelle", erläutert Mathes. Technische Herausforderungen traten bei der Befüllung des ElasticSearch-Clusters auf, da die Plugins zum Befüllen des ElasticSearch-Cluster aus der CouchDB nicht weiterentwickelt werden. Prime Research löste das Problem, in dem das Unternehmen eigene Importer entwickelte, um auf die neuste ES-Version upgraden zu können.

Das Projekt auf der Bühne.
Das Projekt auf der Bühne.
Foto: Foto Vogt GmbH

"Für unsere Kunden war der Umzug in die Cloud nur durch eine Performance-Steigerung bemerkbar", so die Bilanz des Prime-Research-Teams. "Für unsere SysOps war besonders die schnelle Bereitstellung der Bare-Metal-System und die variablen Laufzeiten ein Faktor, der die Anpassungen & Skalierung der Systeme einfach gestaltete."

Im Zuge des Projekts mussten selbstverständlich auch Daten und Anwendungen mit den Cloud-Services integriert werden – oft ein Knackpunkt bei Cloud-Projekten. Die Migration verlief bei Prime Research jedoch reibungslos, wie Mathes darlegt: "Wir haben diejenigen Komponenten unseres Software-Stacks gegen Cloud-Software ausgetauscht, für die es ein äquivalentes Produkt gab. Beispielsweise haben wir den Email-Versand, die Datenbanken und die Content Delivery unserer Portalserver ohne große Umstellungen durch SL-Produkte ersetzen können. Auch ein vorher aufwändig durch Cluster-Filesysteme realisiertes verteiltes Netzlaufwerk konnten wir durch SL Endurance und Performance Block-Speicher ersetzen."

Für die Sicherheit von Daten und Anwendungen in der Cloud nutzt Prime Research die isolierten, SL-internen Netzwerkbereiche für die Kommunikation zwischen den Servern. Dienste nach außen werden nur über einen API-Manager angeboten, der die Schnittstellen absichert und die Authentifizierung durchführt. Die Compliance-Anforderungen ihrer Kunden erfüllt das Unternehmen, indem es Kunden individuell angepasste Instanzen der Analytics-Lösung Insight Suite anbietet, um speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu zählen zum Beispiel dedizierte Server und Redundanz in allen Komponenten oder auch die Anpassungen der Infrastruktur für performance-kritische und abfrageintensive Prozesse.

Zum Einsatz kommen folgend Technologien

  • IBM Softlayer Cloud

  • Couch DB

  • ElasticSearch

  • Prime Insight Suite

Der Business-Nutzen

Die auf der IBM-Softlayer-Cloud basierten Analysen ermöglicht es Prime Ressearch, den Wert der Kommunikation effizienter zu messen und zielgerichteter auf Wünsche von Kunden und Partnern zu reagieren. Auch kurzfristig lassen sich dadurch Produkte oder Services anpassen. Gerade für Kunden aus der Finanzbranche ist dieser Aspekt unverzichtbar für den Erfolg.