Citrix Synergy 2015

Citrix wird zum One-Stop-Shop für Enterprise Mobility

Maximilian Hille ist Analyst des IT-Research- und Beratungsunternehmens Crisp Research. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Cloud Computing, Social Collaboration und Mobile Innovations.
Neue Anforderungen hinsichtlich User Experience und Flexibilität führen dazu, dass Unternehmen zukünftig am liebsten bei einem Anbieter ein umfangreiches aber offenes Produktportfolio beziehen, bevor sie mühselig Insellösungen integrieren müssen. Citrix ist einer der Anbieter, die diese Entwicklung bereits frühzeitig in die Strategie einbezogen hat.

Mobility ist ein disruptiver Trend, der bereits das Leben privater Anwender in vielen Teilen verändert hat. Im Unternehmensumfeld sind zwei maßgebliche Auswirkungen zu erwarten. Zum einen wird die Art zu arbeiten und damit das Verhalten der Mitarbeiter, sich stark verändern. Dies führt dazu, dass neue Geschäftsmodelle entstehen werden und eine neue Generation der User Experience erreicht wird. Zum anderen bietet Mobility ein großes Innovationspotenzial - das hat die Consumer-Welt bereits bewiesen.

Anbieter von Mobility-Konzepten müssen in der Lage sein, den mobilen Arbeitsstil zu verstehen und auf dieser Basis ein Portfolio schnüren.
Anbieter von Mobility-Konzepten müssen in der Lage sein, den mobilen Arbeitsstil zu verstehen und auf dieser Basis ein Portfolio schnüren.
Foto: RedKoala_Shutterstock.com

Nun ist es an den Unternehmen, sich im Zuge des mobilen Wandels mit den neuen Gegebenheiten auseinander zu setzen. Diese sind unter anderem:

  • Der Wandel der OS-Architektur: Die mobilen Betriebssysteme funktionieren heute anders als die klassischen Systeme wie beispielsweise Windows vor Windows10. Für jede Anwendung wird isolierter Storage und isolierter Memory-Speicher genutzt. Dies garantiert eine hohe Performance und einfache Updates. Zusätzlich ist externe Security in der klassischen Form nicht mehr notwendig. Aufgrund der neuartigen Strukturen der Betriebssysteme bringen sie wesentliche Security-Features bereits mit.

  • Vertrauen von IT und Mitarbeitern: Die Mitarbeiter in den Unternehmen müssen den IT-Abteilungen vertrauen können, dass die bereitgestellten Geräte und Services den Bedarf der Mitarbeiter optimal abdecken. Zusätzlich müssen sie sich auch sicher sein, dass die privaten Daten nicht vom Unternehmen missbraucht werden.
    Die IT muss wiederum den Mitarbeitern vertrauen, dass sie im Rahmen ihrer gewährten Freiheiten geschäftskritische Daten angemessen behandeln, sodass diese trotz flexiblerer Strukturen nicht in falsche Hände geraten.

  • Verbesserung der User Experience: Mitarbeiter erwarten von der mobilen Revolution, dass die User Experience dasselbe Niveau hat, wie es für die Consumer-Nutzung besteht. Früher wurde zugunsten der Sicherheit der Anwendungen auf die User Experience verzichtet. Veraltete Windows-Virtualisierungs-Umgebungen, die nicht für die mobile Nutzung optimiert sind, gehören bald der Vergangenheit an.

  • Von Inside-Out zu Outside-In: Die Richtung bei der Ausbringung neuer Services hat sich geändert. Zuvor war es oftmals die IT, die den Impuls für neue Services innerhalb des Unternehmens gegeben hat und somit der Initiator neuer Produkte war. Heute funktioniert dies in einem viel stärkeren Austausch zwischen den Mitarbeitern und der IT. Die Anwender teilen ihre Wünsche mit und die IT muss diese im Rahmen der technischen Möglichkeiten umsetzen. Mit den wachsenden Anforderungen und Möglichkeiten müssen die Wünsche zusätzlich noch schneller von der IT umgesetzt werden, als es bislang der Fall ist.

Anforderungen der IT-Abteilungen an die Lösungsanbieter

Um diesen Trends optimal begegnen zu können, verlangt auch die IT von den zu Verfügung stehenden Technologien und Services eine gewisse Neuordnung. Es reicht nicht mehr aus, klassische Lösungen als Insellösungen anzubieten, um daraus mit einfachen Mitteln eine mobile Anwendung wachsen zu lassen. Der Aufwand, einen ganzheitlichen mobilen Stack aufzuziehen, ist mit der komplett eigenständigen Integration von diversen Anwendungen und Services in das bestehende Backend sehr aufwändig. Denn zum einen müssen diese Anwendungen und Services sich optimal in das bestehende Backend integrieren, zum anderen muss auch die reibungslose Kompatibilität untereinander gesichert sein.

Daher sehen sich auch die Anbieter neuen Anforderungen gegenüber:

  • Angebot von leistungsfähigen Lösungen: Die angebotenen Lösungen müssen die Anforderungen der Nutzer möglichst optimal abdecken. Manchmal gilt auch das Motto "Weniger ist mehr". Denn Lösungen, die in ihrem Funktionsumfang überladen sind, mangelt es häufig an der Benutzerfreundlichkeit und Performance. Diejenigen, die auch spitze Einsatzbereiche abbilden, sind zukünftig führend. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Einzellösungen sich dennoch gut in einen gesamten Stack integrieren müssen.

  • Bereitstellung einer guten User Experience: User Experience ist die Bemessungsgrundlage Nummer 1 wenn es um die Bewertung einer Anwendung geht. Intuitiv und schnell muss es gehen. Hat der Anbieter bereits bei der Benutzerführung geschlafen, kann die IT wenig retten.

  • Sicherer Datenverkehr: Kritische Daten müssen auch mobil geschützt sein. Auf den Endgeräten ist dies in der Regel der Fall. Doch beim Transport der Daten zwischen einzelnen Anwendungen, Geräten oder Servern muss die Sicherheit ebenfalls gewährleistet sein.

  • Flexibilität und Plattformunabhängigkeit: Unter dem Stichwort Omni-Channel ist gemeint, dass die Anwendungen plattformunabhängig funktionieren. Die synchrone Nutzung mehrerer, verschiedenartiger Geräte darf heute nicht mehr dazu führen, einen Nutzungsausfall einzelner Anwendungen zu verursachen.

  • Einheitlicher Lösungsanbieter = wenig Integrationsaufwand: Wenn wir von einer mobilen Arbeitswelt sprechen, meinen wir damit gleichzeitig auch ein umfassendes Paket von zugrundeliegende Technologien. Um garantieren zu können, dass diese auch reibungslos funktioniert und alle wichtigen Elemente umfasst, sind diejenigen Anbieter auf der Shortlist, die ein möglichst umfassendes Portfolio bieten können, dass sich mit wenig Aufwand integrieren und auch durch externe Anwendungen erweitern lässt.

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