Technik-Hausmesse von Cisco

Cisco besinnt sich auf alte Stärken

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Auf der Cisco Live 2012 setzt der Netzausrüster auf eine seiner Traditionen: Das Geschäft mit Unternehmenskunden steht wieder im Fokus.
Foto: Cisco

Wir sind wieder zurück und haben auf unsere Kunden gehört - mit diesem Satz lässt sich am ehesten die Botschaft zusammenfassen, mit der Cisco auf seiner Technik-Hausmesse "Cisco Live" in London um das Vertrauen der über 5000 Besucher warb. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen Enterprise-Kunden angesichts von Ausflügen in die Consumer-Gefilde mit Produkten wie der Videokamera Flip nur noch verwundert den Kopf schüttelten. Knapp ein Jahr, nachdem Cisco-Chef John Chambers auf die Bremse trat und zum Umbau der Company aufrief, konnte nun die europäische Netzgemeinde in London das Ergebnis unter die Lupe nehmen.

Wie bei vielen anderen Großkonzernen - auch außerhalb der IT-Branche - folgt bei Cisco nun nach einer Phase der Diversifikation eine Refokussierung auf das Kerngeschäft. So war es auffallend, dass die Keynote zur Eröffnung der Cisco Live im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht Cisco-Boss Chambers hielt, sondern Chief Technology Officer (CTO) Padmasree Warrior. Und die hatte für Consumer kein Wort übrig. Vielmehr konzentriert sich der Konzern jetzt nach den Worten der Technikchefin auf fünf Kerngebiete:

• Core,

Data Center,

• Video,

Collaboration und

• Business Architectures.

Unter dem Core-Bereich versteht Cisco das klassische Networking-Business mit Routing, Switching, Wireless und Broadband Access. Dabei ist für Cisco Broadband allerdings nicht die DSL-Vernetzung, sondern ein Internet-Zugang per Glasfaser, bekannt als Fiber to the Home (FTTH). Im Business-Segment Data Center fasst der Konzern seine Aktivitäten rund um das Rechenzentrum, Cloud Computing und Virtualisierung zusammen. Eigenen Angaben zufolge hat Cicso mit dem RZ-Geschäft bereits ein Volumen von 1,2 Milliarden Dollar und rund 10.000 Kunden erreicht.