CeBIT-Trend: Voice over IP

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Eines der heißesten Themen der diesjährigen CeBIT ist das Telefonieren über IP-Netze. Das bringt VoIP Konvergente Infrastruktur, TK- und IT-Netz müssen nicht mehr doppelt vorgehalten werden; Virtualisierung (Zentralisierung) der internen Telekommunikation; günstigere Administration; effizientere Auslastung der WAN-Infrastruktur; Verknüpfung von TK- und IT-Welt erlaubt neue Applikationen; mehr Flexibilität.
Quelle: Cisco
Quelle: Cisco

Genau 129 Jahre vor der diesjährigen CeBIT, am 10. März 1876, telefonierte Alexander Graham Bell das erste Mal öffentlich über eine acht Kilometer lange Versuchsstrecke. Heute erschüttert eine neue Technologie die bisherige TK-Welt in ihren Grundfesten: Die Übermittlung von Sprache in Datenpaketen über IP-Netze, kurz: Voice over IP (VoIP). Das neue Verfahren revolutioniert sowohl das Telefonieren in unternehmensinternen Netzen als auch die öffentliche Telekommunikation, wie der erbitterte Preiskampf zwischen diversen Providern in den letzten Monaten zeigte.

Für Unternehmen ist diese neue Art des Telefonierens vor allem deshalb interessant, weil sie nur noch eine Netzinfrastruktur für Daten und Telekommunikation vorhalten müssen: Beide Informationsarten werden als IP-Pakete über das Netz transportiert. Der Verzicht auf zwei getrennte Netze spart nicht nur Investitionskosten, sondern senkt auch den Aufwand für Administration und Management erheblich und schont damit ebenfalls das Budget. Zudem lassen sich durch die Konvergenz von Telekommunikations- und IT-Welt viele Arbeitsprozesse effizienter gestalten. Beispiele hierfür sind etwa die Darstellung etablierter Web-Prozesse als Sprachanwendungen oder die Verknüpfung der IP-Telefonie über das Session Initiation Protocol (SIP) mit XML-orientierten Messaging-Diensten.