Blades: Kleiner, einfacher, teurer

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Das Konzept der Blade-Server hat zwar für großes Aufsehen gesorgt. Doch im Rechenzentrum ziehen die kompakten Systeme nur langsam ein. Die Nachfrage bleibt verhalten.

Hier lesen Sie …

  • wie sich der Markt für Blade-Server entwickelt;

  • wo Blade-Server eingesetzt werden;

  • welche Vor- und Nachteile Blade-Server den Unternehmen bringen.

Die Bausteine der IT werden immer kleiner. Seit es diese Technik gibt, arbeiten die Entwickler daran, mehr Leistung in immer kompaktere Formen zu gießen. Füllten die ersten Rechenanlagen noch ganze Zimmer, können aktuelle Server - je nach Bauart - von wenigen Menschen bewegt werden. Erst mit den heute üblichen Rackmount- und Deskside-Systemen sind die Server-Dichten möglich, die in der Zeit digitaler Geschäftsprozesse notwendig sind. Denn mit der immer umfassenderen IT-Nutzung muss auch immer mehr Rechenleistung zur Verfügung stehen.

In der Hype-Phase des Dotcom-Booms waren es besonders die Rackmount-Maschinen, die die akut werdende Platznot im Rechenzentrum beheben konnten: Eine Standardbreite von 19 Zoll machte es möglich, die Server verschiedener Hersteller in einen Schrank zu montieren. Und da viele Produkte darin nur eine Höheneinheit (rund 44 Millimeter) belegten, konnten viele Server auf kleinstem Raum konsolidiert werden. Diese Bauform ist heute noch der Standard. Vor allem die Edge-Server, die zum Beispiel als Firewall dienen, oder Anwendungs-Server entsprechen diesem Formfaktor.

Revolutionäres Konzept

Der nächste Schritt auf dem Weg zu kleineren Servern erfolgte vor rund drei Jahren: Mit den Blade-Servern wurde ein revolutionäres Konzept vorgestellt, bei dem kleine Commodity-Server auf Basis preiswerter x86-Prozessoren wie Steckkarten in ein gemeinsames Rack montiert werden. Die Vorteile, die die Hersteller dabei den Kunden in Aussicht stellen, sind geringerer Platzbedarf, einfachere Administration und niedrigerer Energieverbrauch - und damit auch weniger Abwärme. Die gesamten Betriebskosten (Total Cost of Ownership) sollen deutlich unter denen herkömmlicher Intel-basierender Server liegen. Blades eignen sich für alle Einsatzgebiete, in denen viele dedizierte Server benötigt werden - zum Beispiel bei Web-Hosting-Anbietern - und für den Aufbau von Clustern und Grids.

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