Aktuelle Studie

Anwender fordern IT-Demokratie

Susanne Franke ist freie Fachjournalistin in München.
Mehr Selbstbestimmung beim Einsatz der IT am Arbeitsplatz - das wünschen sich die europäischen Anwender nach einer Studie der Economist Intelligence Unit (EIU).
Foto: Pixelio/Maria Lanznaster
Foto: Pixelio/Maria Lanznaster
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Der Ruf nach "Technologiedemokratie" wird immer lauter. Die Anwender wollen die Freiheit, IT-Anwendungen und -Geräte zur Erledigung der Arbeit selbst auszuwählen. Doch die "IT-Diaktatur" lässt sich nicht so einfach lockern. Dazu bedarf es einer Strategie, die unter anderem Richtlinien und Mitarbeiterschulungen umfasst. Damit soll ein hohes Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeiter geschaffen werden.

In den meisten Unternehmen herrscht noch das herkömmliche Modell des IT-Managements vor. Die Analysten des britischen Marktforschungsunternehmens EIU nennen es "die wohlmeinende Diktatur": Die IT-Abteilung unter der Leitung des Chief Information Officers (CIO), Chief Technology Officers (CTO) oder IT-Direktors trifft alle Entscheidungen darüber, welche Tools von den Mitarbeitern eingesetzt werden sollen, sie beschafft sie und regelt, wie sie im täglichen Arbeitsablauf zu verwenden sind. Dieses Modell gibt den einzelnen Geschäftseinheiten einen gewissen Experimentierfreiraum, dem einzelnen Mitarbeiter aber so gut wie keinen.

Im Auftrag des auf IT-Sicherheit spezialisierten Softwareanbieters Trend Micro befragte EIU 390 Führungskräfte aus sieben Ländern - davon 14 Prozent aus Deutschland - nach ihren Erfahrungen mit diesem Modell und ihren Änderungswünschen. Das Ergebnis liegt jetzt als Studie vor. Sie trägt den Titel "Alle Macht dem Volk? Der demokratische Umgang mit Technologie am Arbeitsplatz".

Der Studie zufolge beginnen die Mitarbeiter, sich gegen die Fremdbestimmung zu wehren. Immer häufiger setzen sie auch am Arbeitsplatz Anwendungen und Geräte ein, die sie bislang nur im privaten Bereich genutzt haben. Dazu zählen Wikis und Kontaktnetzwerke.