Amazon Web Services

Amazon lockt RZ-Betreiber in Cloud

Matthias ist das neueste Mitglied der COMPUTERWOCHE-Redaktion und schwerpunktmäßig der Print-Ausgabe zugeordnet. Dort verantwortet der studierte Journalist die News im Ressort Produkte & Praxis. Weiter schreibt er querbeet über Software, mobile Lösungen, Endgeräte, Strategien und was sonst noch die IT-Welt bewegt.
Amazon Web Services (AWS) und Eucalyptus haben bekannt gegeben, dass Kunden bald einfacher zwischen eigenen Rechenzentren und AWS migrieren können.

Die Kooperation zwischen AWS und Eucalyptus soll ein reibungsloses Zusammenspiel von privater Cloud und Amazons Public-Cloud-Portfolio möglich machen, wobei Nutzer mit denselben Management-Tools arbeiten können. Damit möchte Amazon seine Services tiefer in den Rechenzentren verankern. Eucalyptus bietet einen Software-Stack an, mit dem Anwender intern Infrastrukturservices aus der Private Cloud offerieren können.

Foto: Amazon

Derzeit arbeitet Amazon mit Hochdruck daran, seine Computing- und Storage-Services aus der Public Cloud als Ergänzungs- oder Backup-Lösungen für Unternehmen anzubieten. Beispielsweise kündigte Amazon schon im Januar 2012 das "Storage Gateway" an, das es Kunden erlaubt, eigene Speicherressourcen mit Amazons S3-Services zu kombinieren. Auch der wenig später eingeführte "Simple Workflow Service" (SWF) soll die Grenzen zwischen intern und in der Amazon-Cloud betriebenen Anwendungen aufheben.

Die Kooperation mit Eucalyptus soll vor allem europäische Firmen, die bisher Bedenken hatten, ihre Unternehmensdaten komplett in die Cloud auszulagern, von den AWS überzeugen. Als typisches Szenario nennen die Partner eine mit Eucalyptus-Software aufgesetzte private Cloud, die AWS zu Disaster-Recovery-Zwecken nutzt und - etwa in der Testphase - Workloads zwischen beiden Welten hin- und herschiebt. Denkbar ist auch eine Private Cloud, die bei Lastspitzen auf Amazon-Dienste zugreift.