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SOA & BPM
Service-orientierte Architekturen

SOA macht die HypoVereinsbank flexibler



SOA 2.0 mit Event Processing?

Die nächste Evolutionsstufe der SOA wollen die Banker mit Complex Event Processing (CEP) erklimmen. Einige Analysten und Softwareanbieter propagieren einschlägige Techniken im Zusammenhang mit einer Event Driven Architecture (EDA) bereits unter dem Schlagwort SOA 2.0, einem in der Branche durchaus umstrittenen Begriff. Dahinter steht das Versprechen, eine Art Radarsystem für die Unternehmenssteuerung einzurichten. Mit Hilfe von CEP-Systemen sollen sich aus einfachen technischen Ereignissen (Events) höherwertige Business-Ereignisse, beispielsweise der Anstoß für ein Wertpapiergeschäft, ableiten lassen. Einen ersten Schritt in diese Richtung ging die HVB mit einer CEP-Maschine im HyperTube-ESB. Diese zapft zwei verschiedene Ereignisquellen im Bereich Devisenhandel an und korreliert die Events. Die Ergebnisse können Disponenten oder Devisenhändler über ein BAM-Dashboard (BAM = Business Activity Monitoring) verfolgen.

Hürden auf dem Weg zur SOA

Als größte Hürden auf dem Weg zur SOA nennt Bulkin das "Management Commitment auch in schlechten Zeiten". Zwar sei die Geschäftsführung der HVB Information Services von Anfang an hinter der SOA-Initiative gestanden. Doch beim internen Kunden, sprich den Führungskräften der Bank, mussten die Protagonisten viel Überzeugungsarbeit leisten. Dabei half ein Business-Plan, den die SOA-Expertin erarbeitete. Danach sollten sich die Investitionen in die Architektur innerhalb von drei Jahren rechnen. Bulkin: "Das haben wir bereits nach zwei Jahren geschafft. Kosteneffekte lassen sich beispielsweise durch Einsparungen in der Infrastruktur nachweisen." Ein Hindernis ganz anderer Art stellen die mangelnden SOA-Kenntnisse dar. "SOA-Experten sind auf dem Markt schwer zu finden", berichtet Bulkin. Die HVB holte deshalb auch externe Dienstleister wie Steria Mummert Consulting ins Boot.

Das oft propagierte Thema Wiederverwendung von fachlichen Services spielt auch für die Banker eine tragende Rolle. Laut Bulkin sind derzeit rund 40 wiederverwendbare Softwareservices in Betrieb, die zum Teil auch mehrfach genutzt werden. Doch die Anwendungsentwickler begönnen gerade erst, den Mehrwert der Service-Infrastruktur zu erkennen. Die Softwareentwicklung gehört nach ihrer Erfahrung ohnehin nicht zu den Kernproblemen in SOA-Projekten. Vielmehr gelinge es zu selten, den Business-Nutzen deutlich zu machen: "SOA wird immer noch viel zu technisch kommuniziert."

Mehr zum Thema SOA und Business-Process-Management finden Sie im CW-Experten-Blog SOA meets BPM.


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