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Zwei Herzen schlagen in AMDs zukünftigem Opteron-Prozessor

31.08.2004

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich Intel und Advanced Micro Devices (AMD) bei der Entwicklung von Prozessoren mit zwei CPU-Kernen. Beide Companys werden Mitte 2005 mit Doppelprozessoren auf den Markt kommen. Kurz vor der erwarteten Intel-Ankündigung nächste Woche, zeigte AMD die neue Technik jetzt in einem "Proliant"-Server von Hewlett-Packard, der mit vier der doppelten "Opteron"-Chips bestückt war. Das Microsoft Betriebssystem Windows Server 2003 meldete nach dem Laden acht verfügbare CPUs. Nach Herstellerangaben musste für die neuen Chips nur das BIOS in den Proliants geändert werden.

AMDs Doppelherzlösung besteht aus zwei Opteron-Kernen mit jeweils 1 MB Level-2-Cache, die wie ein Sandwich übereinander liegen und über AMDs Verbindungstechnik "Hypertransport" kommunizieren. Der Sockel des Einzelprozessors mit 840 Pins bleibt erhalten, so dass bestehende Architekturen nicht geändert werden müssen. Damit lassen sich vorhandene Server etwa von IBM, HP, Sun oder anderen Herstellern einfach auf die doppelte Leistung aufrüsten. Nathan Brookwood, Analyst bei Insight 64, erklärte, dass der Opteron von Anfang an für zwei Kerne ausgelegt war. Er glaubt, dass AMD deshalb möglicherweise mehr Leistung als Intel aus den doppelten Chips ziehen kann. (kk)