Isaca-Untersuchung

Zwei Drittel der Unternehmen kennt ihren IT-Wertbeitrag nicht

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Eine Umfrage von Isaca in neun Ländern ergab, dass der Wertbeitrag der IT in zwei Dritteln aller Unternehmen nicht gemessen wird.

Abgehalten hat die Studie die Information Systems Audit and Control Association (Isaca), ein Berufsverband mit über 86000 Mitgliedern aus den Berufsfeldern IT-Governance, Informationssicherheit und IT-Assurance.

Nach der unter 1217 Teilnehmern aus neun Ländern durchgeführten Umfrage gehen Unternehmen weltweit davon aus, dass sie aus den IT-Investitionen einen Wertbeitrag realisieren. Einerseits.

Andererseits hat aber weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen ein gemeinsames internes Verständnis zum Begriff "Wertbeitrag" (Value). Noch bedenkenswerter: Zwei Drittel der Unternehmen messen den von der IT stammenden Wertbeitrag überhaupt nicht.

Massive Wertvernichtung

Die Umfrage "Value of IT Investments" ergab unter anderem : Die Hälfte der Teilnehmer glaubt, dass zwischen 50 und 74 Prozent des erwarteten Wertbeitrags aus IT-Investitionen zu realisieren seien, 25 Prozent der Befragten gehen gar von 75 bis 100 Prozent aus. Bei der Frage, ob sie den tatsächlichen Wert denn wenigstens "bis zu einem gewissen Grade" messen würden, musste die Hälfte der Umfrageteilnehmer passen. Jedes zehnte Unternehmen nimmt gar keine Messungen vor.

Rolf von Rössing, International Vice President der Isaca, kommentiert die Ergebnisse so: "Diese Umfrage zeigt die Gefahr massiver Wertvernichtung durch nicht vollständig überschaubare Investitionen in der IT." Die fehlende Messbarkeit würde "irreführende und nicht verlässliche Business Cases" produzieren. Im Endeffekt werden so auch Projekte freigegeben, "die im Unternehmen keinen Wert schaffen."