Checkliste

Zehn Regeln für den Notebook-Kauf

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Laptops gibt es in unzähligen Ausstattungs- und Leistungsvarianten. Das richtige Modell für die eigenen Bedürfnisse zu finden ist da manchmal gar nicht so leicht. Mit unserer Notebook Checkliste erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

1. Die Größe machts

Schon vor dem Kauf sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wo der spätere Einsatzzweck des Notebooks liegen soll. So empfiehlt sich für Multimedia und Fernsehen beispielsweise ein 17-Zoll-Display. Leider sind diese Laptops für Unterwegs oft zu schwer. Mobile Rechner mit einem 15,5-Zoll-Display eignen sich hingegen bestens als PC-Ersatz auf dem Schreibtisch und sind dabei noch leicht genug, um mobil eingesetzt zu werden. Für ein rein auf den mobilen Gebrauch ausgelegtes Notebook empfiehlt sich jedoch eher die 13,3-Zoll-Klasse, die sich meist unterhalb der zwei Kilogramm Marke bewegt.

2. Spielen oder sparen

Eine grundlegende Entscheidung ist, ob Sie ein Notebook mit 3D-Grafikkarte oder eines mit integrierter Chipsatzgrafik kaufen. Denn sie lässt sich im Nachhinein durch Aufrüsten oder Komponententausch nicht mehr ändern. Wählen Sie ein Notebook mit 3D-Karte, können Sie je nach deren Leistung aktuelle Spiele in guter oder bester Bildqualität ruckelfrei spielen. Dafür taugen Notebooks mit Chipsatzgrafik nicht: Auf ihnen laufen höchstens Spiele, die drei Jahre oder älter sind, halbwegs ansehnlich. Dafür arbeiten diese Laptops deutlich sparsamer als Notebooks mit Grafikkarte: Das bringt eine längere Akkulaufzeit und langsamere, leisere Lüfter.
Momentan kommen die ersten Notebooks mit Hybrid-Grafik auf den Markt: In ihnen steckt sowohl eine 3D-Karte wie eine Chipsatzgrafik – je nach Anwendungen können Sie umschalten. Doch die Hybrid-Notebooks sind weniger sparsam als Laptops, die nur auf Chipsatzgrafik setzen und bei Spielen meist langsamer als Mobilrechner mit einer Mitteklasse-Grafikkarte.

3. Hardware: Das muss drin sein

Ein Doppelkern-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher sind derzeit die gängige Ausstattung. Mittelklasse-CPUs mit einer Taktrate um 2 GHz reichen für die meisten Anwendungen dicke aus – Notebooks mit schnellerem Prozessor sind meist unverhältnismäßig teuer. Beim Arbeitsspeicher genügen eigentlich 3 GB – mehr nutzt Vista in der 32-Bit-Version ohnehin nicht. Speicher ist derzeit aber so günstig, dass viele Hersteller ihre Notebooks gleich mit 4 GB ausstatten – aufrüsten müssen Sie dann nicht mehr. Bei der Festplatte sollten Sie auf Größe und Tempo achten, denn besonders bei Office-Anwendungen oder Multimedia-Programmen bremst eine lahme Platte.