IT intim - Was CIOs akut beschäftigt

Wir würden heute wieder intern entwickeln

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Sie haben Ihr Bestands-Controlling und Monitoring selbst entwickelt. Inwiefern ist das noch zeitgemäß?
Martin Limpert, CIO, Preh Gruppe
Martin Limpert, CIO, Preh Gruppe
Foto: Limpert

Man muss dazu wissen, dass wir nicht von vorn angefangen haben, sondern die Lösung auf der Basis unserer zentralen SAP Systeme SAP R/3 ECC 6.0 und dem SAP Business Warehouse 7.0 aufgebaut haben. Wir haben schon sehr früh auf das SAP BW gesetzt und fundiertes Wissen im Haus.

Sicher haben wir uns fertige Lösungen auf der Basis von SAP BW angeschaut. Doch am Ende haben wir uns in Abstimmung mit dem Fachbereich entschieden, die Lösung intern umzusetzen. Einer der Gründe dafür war, dass wir kein Implementierungsprojekt benötigten, sondern direkt in die Umsetzung einsteigen konnten. Zudem wurde der Rollout gleich mitgeplant: Reporting und Integration waren von vornherein auf unsere Organisation und unsere Lösungen angepasst - und zwar gleichzeitig für alle Buchungskreise der Preh Gruppe.

Es gab sehr gute Standardlösungen von Drittanbietern. Aber die machen im Prinzip auch nichts anderes als das, was wir gemacht haben. Zudem hätten wir eine solche Lösung erst einmal auf unsere Prozesse abstimmen müssen - ein Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist und den man sich sparen kann, wenn man die überschaubare Anwendung selbst generiert. Zusätzliche externe Kosten wären für einen mittelständischen Automobilzulieferer vor etwa einem Jahr, also auf dem Höhepunkt der Rezession, ohnehin schwer zu vermitteln gewesen.