Windows Phone 8.1 im Business-Einsatz

Windows Phone 8.1 – das sind die neuen Unternehmensfunktionen

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Microsoft hat mit Windows Phone 8.1 eine ganze Reihe Funktionen für den Business-Einsatz integriert. Mit Funktionen wie VPNs, S/MIME oder Verschlüsselung schließt Microsoft zu Android und iOS auf.

Microsoft rollt Windows Phone 8.1 als Update in Bälde langsam über die bestehenden Produkte aus. Dabei gibt es neben einer ganzen Reihe von neuen Funktionen für Endkunden endlich lang ersehnte Business-Features. Das trifft sich ganz gut, denn auch wenn Windows Phone noch weit hinter Android und iOS liegt, so sind die Smartphones durchaus interessant und eignen sich dank der Unterstützung für Dual-SIMs auch für Vielreisende.

Neuerungen im Mobile Device Management

Das Update Windows Phone 8.1 baut die im Vorgänger eingeführten MDM-Protokolle auf Basis von SyncML 1.2 weiter aus, was die allgemeine Unterstützung für Mobile Device Management-Lösungen deutlich verbessern sollte - sprich, dass nicht nur das Microsoft-eigene Intune die Windows-Smartphone verwalten kann. Neu ist, dass sich die Konfiguration vom MDM-Server einleiten und auf das Smartphone pushen lässt.

Die Neuerungen in Windows Phone 8.1 erlaubt das Ausrollen von Konfigurationsrichtlinien, E-Mail und Office 365 Konten. Verbessert wurde die Unterstützung für Zertifikate - diese lassen sich beispielsweise für die neuen VPN- oder WLAN-Profile nutzen.

Einheitliche Apps: Konvergenz zwischen Desktop und Mobile

Für Entwickler ist die gemeinsame Grundlage von Windows 8.1 und Windows Phone 8.1 eine gute Sache: Laut Microsoft sind inzwischen 100 Prozent der "wichtigsten" APIs so erneuert, dass sie sowohl auf dem Desktop- wie dem Smartphone-Betriebssystem identisch funktionieren. Das bedeutet, dass Applikationen theoretisch nur einmal geschrieben werden müssen und anschließend auf allen Windows-Plattformen gleich funktionieren. Weitere Informationen zu den universellen Apps und Hilfe für Entwickler hat Microsoft hier zusammengestellt.

Erlaubte und verbotene Apps

Administratoren können Apps verbieten, indem sie sie über die Black- und Whitelisting-Funktion definieren. Diese Listen lassen sich durch die MDM-Lösungen einrichten, sie gelten sowohl für Unternehmens-eigene Anwendungsmarktplätze wie auch den offiziellen Windows Phone Store. Mit der Funktion ist es zudem möglich, den offiziellen Marktplatz komplett zu blocken, während die Nutzer weiterhin Zugriff auf den Unternehmens-App-Store erhalten. Die Listen werden im XML-Format auf die Endgeräte übertragen und dort abgespeichert. Die Apps lassen sich anhand folgender Informationen blocken:

  • Name des App-Herstellers

  • ID der jeweiligen App

  • Kombination aus App und Hersteller

Kioskmodus für Smartphones

Gerade mit den einheitlichen Apps für Windows und Windows Phone und den relativ günstigen Smartphones könnte es Microsoft schaffen, am Point of Sale einige Fans zu gewinnen. Allerdings müssen in diesem Fall die verfügbaren Funktionen eingeschränkt werden. Ähnlich wie bei Windows 8.1 unterstützt Windows Phone 8.1 den sogenannten Kioskmodus bzw den "Zugewiesene Zugriff".

Einfach gesagt ist der Kioskmodus die Unternehmensvariante der zuletzt eingeführten "Kinderecke". Administratoren können Richtlinien erstellen, Applikationen erlauben oder verbieten, Funktionen einschränken, Sicherheitsvorgaben erzwingen und sogar festlegen, wie sich bestimmte Tasten verwalten. Der Kioskmodus erinnert an die alten Windows-Mobile-Zeiten, bei dem sich das Endgerät auf eine definierte Aufgabe festnageln lässt und nur genau diese erfüllt.