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Weltweit schnellster Bandspeicher von IBM

14.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat heute eine Reihe von Lösungen zur Datenarchivierung vorgestellt. Die wohl herausragende Neuheit ist die nächste Generation des Bandlaufwerks "3592" - das "Storage System TS1120" ist laut Big Blue das schnellste Bandspeicherlaufwerk der Welt. Mit einer nativen Datenrate von bis zu 100 MB pro Sekunde und eine nativen Cartridge-Kapazität von 500 Gigabyte ist es mehr als doppelt so schnell wie sein Vorgänger bei fast verdoppeltem Speicherplatz.

Dabei nutzt das neue Laufwerk die bestehenden 3592-Bänder und ist in der Lage, auch im Format der ersten und zweiten Generation zu lesen und zu schreiben, um Investitionen zu schützen und die Implementierung zu vereinfachen. Lieferbar ist das TS1120 ab 28. Oktober.

Kleine und mittlere Unternehmen adressiert die IBM mit der Bandbibliothek "System Storage TS3310". Dieser ist mit LTO-Laufwerken der dritten Generation bestückt und lässt sich modular erweitern. Das System erreicht laut Hersteller einen Durchsatz bis zu 3,5 Terabyte pro Stunde und ist ab 18. November zu haben.

Speziell um die Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Auflagen ("Compliance") kümmert sich das "System Storage DR550 V2.5". Die vorkonfigurierte und integrierte Lösung arbeitet mit LTO-3-WORM-Laufwerken (Write Once, Read Many) und bietet bis zu 90 TB Festplattenplatz und Bandspeichervolumen im Petabyte-Bereich. Mit dem aktuellen Archivierungs-Client können Nutzer Daten direkt von Arbeitsplatzrechnern und Fileservern speichern und abrufen. Die Daten werden verschlüsselt archiviert, optional ist auch auch synchrone Replizierung zwischen lokalen und entfernten Standorten möglich. Verfügbar ist das DR550 ab dem 11. November.

Last, but not least gibt es für iSeries-Kunden die neue Familie "3996" optischer Speicherbibliotheken. In einer Reihe von Plasmon-Bibliotheken wird durch den Einsatz von UDO-Medien (Ultra Density Optical) mit 30 GB die Kapazität gegenüber der Vorgängerfamilie nahezu versechsfacht. Die Preise beginnen bei rund 16.000 Dollar, die Kapazitäten der ab 29. Oktober erhältlichen Systeme rangieren zwischen knapp einem und fünf Terabyte.

Die ebenfalls ab 28. November erhältliche virtuelle Bandbibliothek "Virtualization Engine TS7510", die auch Windows- und Unix-Systeme unterstützt, hatte IBM bereits zuvor angekündigt (siehe "IBM erweitert Angebot bei Speichervirtualisierung"). (tc)