Gehaltsvergleich

Was Softwareentwickler 2016 verdienen

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Sie verdienen deutlich weniger als Berater, aber noch mehr als ihre Kollegen in der Systemadministration. Softwareentwickler im Backend können mit durchschnittlich 56.000 Euro im Jahr rechnen, wie eine Gehaltsauswertung ergab.

Wer als Softwareentwickler gut verdienen will, muss bei einer Bank in Hessen, respektive in Frankfurt am Main, arbeiten und am besten für einige Mit­arbeiter verantwortlich sein. Um Werbe- und PR-Agenturen in Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sollte der karriere­bewusste Entwickler dagegen einen großen Bogen machen. So ein Ergebnis der Analyse von Compensation Partner. Die auf Gehaltsfragen spezialisierte Beratung hat exklusiv für die COMPUTERWOCHE 4200 Gehälter von Backend-Entwicklern ausgewertet.

Personalverantwortung zahlt sich aus

Große Arbeitgeber zahlen besser. Der Grundsatz gilt für alle IT-Berufsgruppen, auch für Softwareentwickler. Diese bekommen in Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern ein durchschnittliches Jahresgehalt von 50.000 Euro und damit 18.000 Euro weniger als ihre Kollegen in großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern.

Softwareentwickler, die Personalverantwortung übernehmen, dürfen mit einem üppigen Gehalt rechnen.
Softwareentwickler, die Personalverantwortung übernehmen, dürfen mit einem üppigen Gehalt rechnen.
Foto: racorn - shutterstock.com

Noch weiter liegen die Gehälter bei Entwicklern mit oder ohne Personalverantwortung auseinander. Wer ein eigenes Team leitet, kann mit durchschnittlich 95.000 Euro im Jahr rechnen. Damit liegt sein Verdienst um 40.000 Euro höher als der seines Kollegen ohne Führungsrolle.

Auch die Berufserfahrung wirkt sich auf die Vergütung aus. Young Professionals mit bis zu drei Jahren Erfahrung als Entwickler verdienen im Schnitt nur gut 43.000 Euro. Mit sechs bis neun Jahren Erfahrung bekommt man bereits 56.000 Euro. Erfahrene Entwickler, die mehr als neun Jahre in ihrem Beruf arbeiten, können sich über mehr als 65.000 Euro pro Jahr freuen.

Gehälter sind auch standortabhängig

Unterschiede in der Vergütung lassen sich laut Analyse von Compensation Partner auch in den verschiedenen Bundesländern feststellen. Das Schlusslicht bilden Softwareentwickler in Mecklenburg-Vorpommern (39.000 Euro). Auch die Hauptstadt Berlin bietet Programmierern mit einem Jahreseinkommen von knapp 50.000 Euro nur durchschnittliche Verdienstperspektiven. Diese sind dagegen in Hessen (63.000 Euro), gefolgt von Baden-Württemberg (60.000 Euro) und Bayern (59.000 Euro) sowie Hamburg ­(55.000 Euro) wesentlich besser.

Karriereorientierte Softwareentwickler sollten sich darüber hinaus auch die Branche anschauen, in der sie arbeiten wollen. In Werbung und PR, Bildungs- und Forschungsinstitutionen ­sowie im Versandhandel müssen sie sich mit den niedrigsten Gehältern zufrieden geben - hier verdienen Entwickler zwischen 47.000 und maximal 49.000 Euro durchschnittlich pro Jahr. Die besten Vergütungsperspektiven eröffnen Banken, Versicherungen und Medizintechnikunternehmen: Hier erreichen Programmierer ein Jahresgehalt zwischen 62.000 und 68.000 Euro.

Zum Vergleich die Gehälter von 2015

Kostenloser Gehaltscheck für IT-Profis

Wer sich über IT-Gehälter in seiner Branche informieren will, kann bis zum 15. September unter www.computerwoche.de/verguetungsstudie an der neuen Gehaltsstudie teilnehmen. Einzelpersonen erfahren direkt nach Eingabe, wie sie beim Gehalt gegenüber Kollegen mit ähnlicher Jobbeschreibung und vergleichbaren Qualifikationen abschneiden. Firmen, die mehr als zehn Datensätze oder (bei kleineren Firmen) die Daten der Hälfte ihrer Mitarbeiter melden, bekommen die Studie zum Preis von 299 Euro (anstatt 599 Euro).