Offizielle Test-Abbilder von Ubuntu Touch

Was in der Linux-Welt passiert ist

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Canonical hat offizielle Test-Versionen für Ubuntu Touch ausgegeben. Insgesamt gibt es vier Abbilder für diverse Nexus-Geräte.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in der Kalenderwoche 16. Ubuntu wird künftig keine CDs oder DVDs mehr für Nicht-LTS-Versionen verkaufen oder ausgeben.

Debian 7.0 "Wheezy" kommt aller Voraussicht nach Anfang Mai. Von der Desktop-Umgebung GNOME ist eine erste Punkt-Version erschienen. MariaDB hat einen Interims-Vorstand mit Größen aus dem Datenbank-Bereich.

ROSA hat sein Enterprise-System aktualisiert und umbenannt. Fuduntu wird in dieser Form nicht mehr weiterentwickelt.

Ubuntu Touch

Über die erste Demo-Version zeigten sich viele enttäuscht. Anstatt Apps hatte man Platzhalter in Form von Bildern verwendet. Nun gibt es erste Ausgaben, die einige wirkliche Apps mit ausliefern. Offiziell hat Canonical Abbilder für grouper (Nexus 7), maguro (Galaxy nexus), mako (Nexus 4) und manta (Nexus 10) zur Verfügung gestellt.

Die Abbilder basieren auf Ubuntu 13.04 "Raring Ringtail" und Sie können diese hier herunterladen. Installations-Tipps finden Sie ebenfalls bei Canonical. Die Community ist auch schon dabei, die Abbilder für andere Geräte zu portieren. Wie weit die Entwickler sind und welche Geräte funktionieren, finden Sie auf dieser Wiki-Seite.

Keine physikalischen Medien für Raring Ringtail

Canonical hat angekündigt, künftig keine CDs oder DVDs mehr für Nicht-LTS-Versionen auszugeben. Das gilt sowohl für den Store, als auch für Werbeveranstaltungen.

Ab Ubuntu 13.04 haben Ausgaben ohne Langzeitunterstützung nur noch eine Haltbarkeit von neun Monaten. Das wird wohl einer der Hauptgründe sein, warum man keine Silberlinge mehr mit dem Betriebssystem ausgibt.

Die so genannten LoCo-Teams wird man ab sofort immer mit LTS-Varianten versorgen. Langzeitunterstützt Ubuntu-Ausgaben gibt es weiterhin auf CD oder DVD.

Debian 7.0 "Wheezy"

Auf der Debian-Mailingliste ist ein wahrscheinliches Veröffentlichungs-Datum für Wheezy aufgetaucht. Am 4. oder 5. Mai soll es soweit sein.

Derzeit befinden sich noch zwei Blocker-Bugs in der Distribution. Sollte kein Showstopper mehr auftauchen, wird Debian 7.0 Anfang Mai debütieren.

GNOME 3.8.1

Die Entwickler von GNOME haben eine erste Wartungs-Version zur Verfügung gestellt. Es gibt laut eigenen Angaben viele Bugfixes, Verbesserungen und Updates bei den Übersetzungen.

Wer GNOME 3.8.1 selbst kompilieren möchte, kann dies mittels der jhbuild-Modulsets tun. Ansonsten müssen Sie wohl warten, bis Ihre Distribution aktualisiert.

Des Weiteren steht ein Termin für die erste Ausgabe der nächsten Entwickler-Version fest. GNOME 3.9.1 ist laut Zeitplan ab 1. Mai verfügbar.

Temporärer Vorstand bei MariaDB

MariaDB läuft MySQL in der Open-Source-Szene den Rang ab. Große Distributionen wie Fedora oder openSUSE haben bereits angekündigt, künftig MariaDB als Standard-Datenbankserver-Software auszuliefern. Zu geschlossen sei die Entwicklung bei Oracle, lautet durchwegs das Credo aus dem Open-Source-Lager.

Der Interims-Vorstand besteht aus Rasmus Johansson, Andrew Katz, Simon Phipps, Michael "Monty" Widenius und Jeremy Zawodny. Es sind alles Experten bezüglich Open-Source und oder Datenbank-Software. Monty Widenius hat sowohl MySQL als auch MariaDB gegründet. Die Eclipse Foundation soll als Vorbild für das MariaDB-Projekt in Sachen Führung dienen.

ROSA Enterprise Desktop X1

Genau genommen ist es das zweite Update Pack für ROSA Marathon 2012. Allerdings haben die Entwickler auch gleich den Namen für das Betriebssystem mit Langzeitunterstützung geändert. Die Distribution nennt sich nun ROSA Enterprise Desktop X1.

In die aktualisierte Ausgabe sind die wichtigsten Backports der Entwickler-Version ROSA Desktop Fresh eingeflossen. Während der Installation lassen sich ab sofort auch gleich spezielle Dienste wie zum Beispiel Samba, OpenVPN, SSH und CUPS aktivieren. Sie finden die aktuellen Versionen im Download-Bereich der Projektseite.

Aus für Fuduntu

Das Team von Fuduntu hat überraschend das Ende der immer beliebter werdenden Distribution angekündigt. Das hübsch gemachte Betriebssystem hat weiterhin auf GNOME2 gesetzt. Und das ist laut Angaben der Entwickler auch der Grund, warum man ab 30. September 2013 nicht mehr weitermacht.

Applikationen seien auf GTK3 portiert worden und ältere Ausgaben würden nicht mehr gepflegt. Somit könne man dem Anwender nicht mehr bieten, was er erwartet. Auch der Umstieg auf systemd bereite Schwierigkeiten.

Am 30. September soll die Ausgabe von Fuduntu 2013.3 das Ende der Distribution in dieser Form markieren. Eventuell will man ohne den Gründer weitermachen und als Basis eine große Distribution verwenden. Sobald dies entschieden ist, will man die Community darüber informieren.

Fedora 19 Alpha

Wegen Probleme bezüglich UEFI mussten die Entwickler von Fedora die Alpha-Version um eine Woche verschieben. Dementsprechend wurde der ganze Terminplan nach hinten gesetzt. Für die Alpha-Ausgabe bleibt es aber bei einer Woche Verzögerung. Man hat den Fehler ausgebessert und erste Test-Versionen der kommenden Fedora-Variante gibt es am Dienstag, den 23.04.2013. (mhr)