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Ubuntu-Konkurrenz: Linux Mint 11 "Katya"

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Kenner der Szene wissen, dass Canonical mit Ubuntu 11.04 "Natty Narwhal" den Desktop radikal geändert hat. Wem das nicht gefällt, bietet Mint 11 eine gute Alternative.
Getestet: Linux Mint 11 Katya
Getestet: Linux Mint 11 Katya
Foto: Jürgen Donauer

Nicht jeder ist mit Ubuntu und dem Unity-Desktop glücklich. Eine Möglichkeit wäre, Ubuntu im klassischen Modus laufen zu lassen. Eine andere Alternative ist das stark wachsende Linux-Mint-Projekt. Es ist nicht nur ein einfacher Ubuntu-Abklatsch, sondern wartet mit sinnvollen Eigenentwicklungen auf. Es gibt einen ersten Release-Kandidaten der Version 11, der auf Natty Narwhal basiert. Die COMPUTERWOCHE hat sich die Ubuntu-Alternative genauer angesehen.

Kein Unity und keine GNOME Shell

Die Mint-Entwickler haben bereits früh angekündigt, dass weder Unity noch die GNOME Shell zum Einsatz kommt. Das Projekt setzt weiterhin auf GNOME 2.32, bringt allerdings Compiz Fusion für nette 3D-Effekte mit sich.

Die Systemanforderungen sind bei einer Standard-Installation somit relativ gering. Logischerweise brauchen Sie für die 64-Bit-Version eine entsprechende CPU. Laut eigener Aussage gibt sich das Betriebssystem mit 512 MByte Arbeitsspeicher zufrieden. Die Entwickler empfehlen allerdings mindestens ein GByte. Speicherplatz sollten Sie mindestens fünf GByte zur Verfügung haben. Mindestanforderung an die Grafikkarte ist eine Auflösung von 800x600 Pixel.