Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 13

Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“ Beta 2

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Mit Herausgabe der Beta 2 von Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“, gibt es auch erstmals eine offizielle Test-Version der Haupt-Distribution mit Unity.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 13. Neben Ubuntu gibt es auch Beta-2-Versionen der Abkömmlinge Edubuntu, Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu GNOME, UbuntuKylin, Ubuntu Studio und Xubuntu. Die Entwickler aller Variationen weisen darauf hin, dass sich Beta-Versionen nicht für den produktiven Einsatz eignen. Die GONE-Entwickler haben Version 3.12 zur Verfügung gestellt.

Ubuntu 14.04 LTS "Trusty Tahr" Beta 2

Alpha- und erste Beta-Versionen gibt es im Entwicklungs-Zyklus von Ubuntu nicht mehr. Die Entwickler der Haupt-Distribution mit Unity steigen mit offiziellen Test-Varianten erst ab Beta 2 ein. Das gilt nicht für die Abkömmling, von denen einige weiterhin Alpha- und Beta-Versionen ausgeben.

Ab sofort steht eine offizielle Beta-Version von Ubuntu 14.04 LTS "Trusty Tahr" zur Verfügung. Das LTS indiziert, dass es sich hier wieder um eine Ausgabe mit Langzeitunterstützung handelt. Sowohl Desktop- als auch Server-Varianten werden fünf Jahre lang mit Updates versorgt. Die derzeit aktuelle LTS-Version ist Ubuntu 12.04 LTS "Precise Pangolin".

Als Linux-Kernel setzen die Entwickler auf 3.13. Weiterhin bringt die Distribution Python 3.4 mit sich. Irgendwann will man die Desktop-Version nur noch mit Python 3 ausliefern. Bei Ubuntu 14.04 setzt man diese Bestreben fort, wird allerdings nicht rechtzeitig damit fertig. Python-Entwickler sollen nicht in Panik verfallen, da Python 2 für die vorhersehbare Zukunft noch vorhanden sein wird. Allerdings sollte man sich langsam aber sicher mit Python 3 anfreunden.

Ebenfalls mit an Bord befindet sich Upstart 1.12.1. In diesem Bereich wird man sich aber Debian GNU/Linux, Ubuntus Basis, anschließen, keinen Alleingang wagen und irgendwann auf systemd setzen. Sie finden weitere Informationen in den Veröffentlichungs-Hinweisen. Interessierte können ISO-Abbilder für Server und Desktop bei Ubuntu herunterladen. Sollte alles ohne Probleme laufen, erblickt die finale Version am 17. April 2014 das Licht der Welt.

Beta-2-Versionen Der Trusty-Familie

Für Edubuntu, Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu GNOME, UbuntuKylin, Ubuntu Studio und Xubuntu gibt es ebenfalls zweite Beta-Versionen. Kubuntu 14.04 LTS bringt KDE 4.13 Beta 3 mit sich. Außerdem gibt es einen nagelneuen Treiber-Manager für den Einsatz proprietärer Treiber. Sie finden weitere Details und Download-Links zu Kubuntu 14.04 Beta 2 in der Ankündigung.

UbuntuGNOME 14.04 Beta 2 setzt als Desktop-Umgebung auf GNOME Shell 3.10 und die meisten der Applikationen wurden auf GNOME 3.10 aktualisiert. Die fünf Jahre Unterstützung gelten für Ubuntu Desktop, Ubuntu Server, Ubuntu Core und Kubuntu. Alle anderen Variationen der LTS-Ausgabe werden drei Jahre lang mit Updates versorgt.

GNOME 3.12 ist ausgegeben

Zu den großen Neuerungen gehören laut eigenen Angaben, dass sich die Art geändert und vereinfacht hat, wie Anwender Applikationen finden und installieren können. Weiterhin haben die Entwickler viele kosmetische Änderungen implementiert. Das gilt vor allen Dingen für Anwender, die mit hohen Auflösungen arbeiten.

Ebenso wurde der GNOME Web-Browser verbessert. Die App Photos wurde mit Facebook-Integration ausgestattet. Unterstützung für Google Cloud Print ist ebenfalls integriert. Wie üblich stellen die Entwickler auch einige Preview-Applikationen zur Verfügung. Diesmal sind es drei: Logs, Sound Recorder und Polari.