Business-Notebook

Toshiba Satellite Pro L670-170 im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Wer häufig mit umfangreichen Excel-Tabellen und üppigen Powerpoint-Präsentationen hantiert, wünscht sich ein Notebook mit großem Bildschirm. Das Toshiba Satellite Pro L670-170 will die richtige Wahl für Profi-Anwender sein.
Business-Notebook mit 17-ZollBildschirm: Toshiba Satellite L670-170 im Test
Business-Notebook mit 17-ZollBildschirm: Toshiba Satellite L670-170 im Test

Mit umfangreicher Ausstattung kann das Toshiba Satellite Pro L670-170 nicht punkten: Arbeitsspeicher (2 GB) und Festplatte (320 GB) sind kleiner als bei ähnlich teuren Notebooks für Privatanwender. Dafür bietet das Satellite Pro vieles, was Geschäftsleute an einem Laptop schätzen – und was auch für Privatanwender nützlich sein kann: Zum Beispiel ist der 17,3 Zoll große Bildschirm entspiegelt. So strengt längeres Arbeiten am Notebook-Display die Augen weniger an. Für Text und Tabellen ist die Bildqualität ausreichend, Fotos oder Filme beeindrucken aber kaum auf dem nicht besonders hellen und wenig kontrastreichem Bildschirm.
Auch beim Gehäuse setzt Toshiba auf eine matte Oberfläche: Fingerabdrücke fallen dann weniger auf, das Notebook bleibt länger ansehnlich ohne dass man ein Reinigungstuch bemühen muss.

Als Betriebssystem ist Windows 7 Professional installiert. Windows XP Pro legt Toshiba dem Satellite Pro L670-170 auf einer Wiederherstellungs-DVD bei. Nervig: Auch auf dem Business-Laptop müllen zahllose Werbe-Links und Programme Desktop und Festplatte zu, da Toshiba auf dem Satellite Pro L670-170 dieselben Programme wie auf seinen Consumer-Laptops vor-installiert.

Das Toshiba-Notebook besitzt einen recht leisen Lüfter und zieht unter Last rund 10 bis 15 Watt weniger als ein Notebook mit leistungshungrigeren Komponenten. Im Gegenzug muss man beim Toshiba Satellite Pro L670D-170 aufs Spielevergnügen verzichten: Die Grafikeinheit im Prozessor Intel Core i3-350M ist für aktuelle 3D-Spiele viel zu langsam. Bei Standard-Anwendungen war die Rechenleistung des Toshiba Satellite Pro L670-170 aber vollkommen in Ordnung: Für Internet, Bildbearbeitung oder 3D-Zeichungen reicht die Leistung des Grafikchips problemlos aus.

Zum Anschluss eines externen Monitors besitzt das Satellite Pro L670-170 einen HDMI- und einen VGA-Ausgang, ein Displayport-Anschluss fehlt. Externe Geräte kann man an drei USB-2.0-Buchsen anschließen, eine davon taugt auch für e-SATA-Geräte. Docking-fähig ist das Toshiba-Notebook nicht.

Die Tastatur im Toshiba Satellite Pro L670-170 besitzt einen separaten Ziffernblock. Die Tasten hatten zwar einen klaren Druckpunkt, für Vielschreiber ist die Tastatur dennoch nicht ideal: Sie gab beim tippen vor allem mittig spürbar nach und der Tastenhub war recht flach.
Fürs Netzwerk bietet das Toshiba-Notebook 11n-WLAN, Bluetooth sowie einen LAN-Chip, der aber nur mit Fast-Ethernet-Tempo arbeitet.

Für Unternehmen bietet das Toshiba Satellite Pro L670-170 zu wenig Profi-Merkmale. Selbständige oder kleine Firmen, die ein Notebook mit einem großen Bildschirm suchen, können aber zugreifen. Denn immerhin bringt das Notebook die Pro-Variante von Windows 7 und XP sowie einen entspiegelten Bildschirm mit.

Inhalt dieses Artikels