Telemedizin - Handy-Diagnose statt Arztbesuch

09.11.2006
In Krankenhäusern wird das Verfahren bereits getestet: das Handy und MMS oder Videokonferenzen ersetzen den Arztbesuch oder ermöglichen eine frühere Entlassung und somit Kostenersparnis.

Je besser eine Behandlung, desto höher ist die Überlebenserwartung. Ein einfacher und einleuchtender Satz, der jetzt mit dem Handy weiter untermalt werden soll. Das Mobiltelefon soll Ärzten helfen, Diagnosen zu stellen, Patienten zu überwachen und Krankenhäuser einiges an Kosten einsparen. Wie das funktionieren soll, wird auf der ab nächster Woche in Düsseldorf stattfindenden Medizintechnikmesse Medica weiter erläutert und diskutiert.

Schon jetzt wird in einigen Krankenhäusern in Deutschland bereits mit dem Handy als Helfer gearbeitet. Ärzte haben zum Beispiel die Möglichkeit, ein Röntgenbild per MMS an einen irgendwo auf der Welt sitzenden Spezialisten zu schicken und nach einer möglichen Krankheit oder Behandlungsmethode zu fragen. Ein weiterer Test sieht folgendermaßen aus: Patienten, die bereits operiert oder behandelt worden sind, werden frühzeitig nach Hause entlassen mit einer Bedingung - sie müssen in vorgegebenen Zeitabständen ihren Heilungsprozess per Handykamera festhalten und an den Arzt schicken. Sieht der nicht den gewünschten oder erhofften Verlauf, so muss der Patient zurück ins Krankenhaus. Damit werden vor allem für das Krankenhaus Kosten eingespart und Platz für neue Patienten geschafft.

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