GTS übernommen

Telekom investiert ins osteuropäische Festnetz

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Deutsche Telekom hat für 546 Millionen Euro den TK-Dienstleister GTS Central Europe übernommen. Er soll Lücken im osteuropäischen TK-Geschäft füllen.
Timotheus Höttges, künftiger Telekom-Chef: Geschäftskundensegment wird gestärkt.
Timotheus Höttges, künftiger Telekom-Chef: Geschäftskundensegment wird gestärkt.
Foto: Telekom

GTS ist ein Infrastrukturanbieter in den Regionen Ost- und Zentraleuropa. Die Gruppe erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 347 Millionen Euro und ein EBITDA von 87 Millionen Euro. Der Kauf kommt vor allem den Telekom-Landesgesellschaften in Polen und der Tschechischen Republik zugute. Dort ist die Telekom bislang vor allem im Mobilfunkgeschäft tätig. GTS ergänzt das Angebot in den beiden Ländern künftig um Festnetzkapazitäten.

Die Akquisition zielt laut Telekom vor allem auf das Geschäftskunden-Segment. Mit GTS könne man sein Angebot an europaweit verfügbaren TK-Dienste und integrierten Lösungen ausbauen. "Wir investieren gegen den Trend. GTS ist ein weiteres Element, zum Ausbau unserer integrierten Marktposition mit Mobilfunk und Festnetzdiensten. Unsere Position bei Geschäftskunden zu stärken, ist ein Schwerpunkt unserer Strategie", sagt Timotheus Höttges, Finanzvorstand bei der Deutschen Telekom und künftiger CEO des Konzerns. (jha)