Thin Provisioning, Tiering, Deduplizierung

Storage-Technologien sinnvoll einsetzen

20.05.2013 | von Beate Herzog
Speichersysteme bieten eine Fülle an Funktionen wie Thin Provisioning, Tiering oder Deduplizierung. Werden die Storage-Technologien richtig genutzt, so lassen sich erstaunliche Leistungssprünge erreichen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Einsatz achten müssen.

Disk-Systeme sind längst keine dummen Plattenstapel mehr, die man bei Bedarf an mehr Kapazität einfach ins Rechenzentrum schiebt. Vielmehr kamen in den vergangenen Jahren zahlreiche nützliche Funktionen dazu, die die Effizienz der Speichersysteme steigern. Das war auch nötig, nachdem viele Anwender im Serverumfeld mittels Virtualisierung ihre Systeme konsolidierten.

Die Vorteile der Virtualisierung müssen sich aber auch bis in das Backend der EDV-Umgebung ausrollen lassen. Hierfür ist vor allem eine leistungsfähige Storage- und Netzwerk-Infrastruktur notwendig. Der Angebotskatalog ist besonders bei den Speichersystemen umfangreich, die Geräte versprechen viel.

Doch was bringen die einzelnen Features der Storage-Systeme? Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick, wofür Speichervirtualisierung, Tierung, Thin Provisioning und Co. eigentlich geeignet sind und worauf Sie achten müssen.

Speichervirtualisierung

Eigentlich ist Speichervirtualisierung ein alter Hut und nicht wirklich etwas Neues. Die Abstraktion komplexer Systeme gegenüber dem Nutzer wurde bereits mit dem ICDA (Integrated Cached Disk Array, heute "Symmetrix") von EMC 1989 eingeführt. Allerdings hat es mehr als 20 Jahre gedauert, bis sich die Hersteller einig waren, was unter Virtualisierung tatsächlich zu verstehen ist und welche Produkte man dafür anbietet.

Entkoppelung: Bei der Virtualisierung von Storage werden Rechen- und Speicherkapazitäten von der tatsächlichen Hardware entkoppelt. (Quelle: Storage Networking Industry Association)
Entkoppelung: Bei der Virtualisierung von Storage werden Rechen- und Speicherkapazitäten von der tatsächlichen Hardware entkoppelt. (Quelle: Storage Networking Industry Association)

Die Speichervirtualisierung bietet die Möglichkeit, die Grenzen physischen Speichers aufzuweichen und verschiedene Storage-Einheiten, beispielsweise Festplatten oder gar ganze Speichersysteme, zu einem Speicher-Pool zusammenzufassen. Dieser Pool lässt sich zentral verwalten, und die Ressourcen können so besser verteilt und genutzt werden. Einige Anbieter integrieren auch Fremdspeicher, also Systeme von Drittanbietern, in einen solchen Speicher-Pool, was die Konsolidierung der Storage-Umgebung effizienter macht. Dazu gehört unter anderem die Hitachi Unified Storage VM von HDS. Für die jeweiligen Anwendungen, Server oder Nutzer ist die Virtualisierung ein transparenter Layer, der sich nicht auf die bisherige Speicherung oder die üblichen Arbeits-/Sicherungsprozesse auswirkt.

In der Regel wird die Speichervirtualisierung über Storage-Systeme oder Software realisiert. Bei der Virtualisierung über Speichersysteme wird die Verwaltung direkt über die Oberfläche der Arrays durchgeführt. Auch die angeschlossenen Speicher von Drittanbietern werden hier zusammengefasst. Für die Virtualisierung über Software wird ein separater Server mit entsprechender Verbindung zu den Speichersystemen benötigt, was in Kombination mit einer weiteren Benutzeroberfläche die Arbeit mit der Gesamtarchitektur meist nicht vereinfacht.

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