Bildschirm-PC

Sony Vaio VPCJ11M1E/B im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Im Bildschirm-PC VPCJ11M1E setzt Sony auf Notebook-Komponenten. Das soll den Rechner sparsam und leise machen. Der Test zeigt, ob das stimmt.
Bildschirm-PC mit 21,5-Zoll-Display: Sony Vaio VPCJ11M1E/B im Test
Bildschirm-PC mit 21,5-Zoll-Display: Sony Vaio VPCJ11M1E/B im Test
Foto: Sony

Im Sony VPCJ11M1E mit 21,5 Zoll großem Full-HD-Display arbeitet der Intel Core i3-350M, den man beispielsweise auch in günstigen Notebooks findet. Damit schnitt der Bildschirm-Rechner beim Arbeitstempo recht ordentlich ab. Um allerdings 3D-Spiele flüssig aufs Display zu bringen, muss man die Auflösung deutlich reduzieren: Erst bei 1280 x 768 Bildpunkten kommt wenigstens ein bisschen Spielespaß auf.

Guter Bildschirm mit Touch

Besser gefiel der Bildschirm: Er spiegelte zwar, war aber hell. Außerdem war er sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, was beispielsweise beim Betrachten und Bearbeiten von Fotos vorteilhaft ist. Außerdem versteht er Fingereingaben. Doch viel Spaß macht die Touch-Funktion nicht. Unter Windows sind viele Menüpunkte zu klein und deshalb kaum zu treffen. Sony hat überdies Google Chrome als Standard-Browser installiert: Er lässt sich noch schwerer als der Internet Explorer per Finger steuern. Als spezielle Benutzeroberfläche für die Fingereingabe gibt es die Sony Media Gallery. Sie umfasst Programme für Foto, Video und Musik, kann aber keine Mehrfingereingaben auswerten. Fotos muss man deshalb über das Menü vergrößern statt mit der Pinch-Geste.

Ausstattung nur mittelmäßig

Gemessen am Preis fällt die Ausstattung des Sony VPCJ11M1E bescheiden aus: Die eingebaute Festplatte beispielsweise ist nicht besonders groß: Man kann sie aber gegen eine größere tauschen. An den Einbauschacht kommt man, wenn man den Standfuß des PCs abmontiert. Außerdem hat der Sony-PC nicht besonders viele Anschlüsse: Beispielsweise bietet er nur fünf USB-2.0-Buchsen. Zwei davon sind von Maus und Tastatur belegt, denn Sony liefert nur kabelgebundene Eingabegeräte mit. Besitzer älterer Camcorder dürfen sich wenigstens über eine Firewire-Buchse freuen.

Sparsam, aber nicht leise

Die Notebook-Komponenten sorgen dafür, dass der Sony VPCJ11M1E für einen Bildschirm-PC verhältnismäßig sparsam arbeitete. Er verbrauchte unter Last beispielsweise rund 50 Watt weniger als der Apple iMac und im Schnitt 30 Watt weniger als der Asus ET2400INT, der die gleiche Notebook-Grafikkarte, aber eine Desktop-CPU nutzt. Der geringe Verbrauch schlägt sich aber nur in der Stromrechnung, nicht in einem leisen Betrieb nieder: Der Lüfter im Sony VPCJ11M1E lief fast ständig, und war dabei mit rund einem Sone auch hörbar.