Open-Source-Frameworks auf HP NonStop-Servern

Schneller zur Hochverfügbarkeit

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Anzeige  Für seine NonStop-Hochverfügbarkeitsserver unterstützt Hewlett-Packard (HP) nun auch Open-Source-Frameworks. Mit Hilfe dieser in der Open-Source-Community weit verbreiteten Tools können Kunden und Softwarepartner mission-critical Anwendungen schnell und einfach auf die NonStop-Plattform bringen.

Hochverfügbarkeitsanwendungen haftet das Image an, dass sie schwer zu entwickeln sind. Besonders die weit verbreiteten Cluster-Systeme mit ihren parallelen Applikationen sind für Programmierer eine echte Herausforderung. Von der Lösung der dabei anfallenden Probleme wie Synchronisation, Datenpartitionierung, Lastbalancierung oder Fehlertoleranz hängen Zuverlässigkeit und Korrektheit der parallelen Programme ab.

Der große Entwicklungsaufwand dürfte einer der Hauptgründe sein, weshalb hochkritische Anwendungen meist sehr lange leben und oft über Jahrzehnte ihre Dienste verrichten. So wird eine Reservierungs- oder Kreditkartenautorisierungs-Software aus den achtziger Jahren heute oft immer noch eingesetzt. Statt des ursprünglich adressierten Fachpersonals im Internet-Zeitalter nun aber vielleicht für ein breites Publikum - und aufgehübscht um eine nutzerfreundliche Web-Oberfläche.

Doch an vielen Anwendungen nagt unwiederbringlich der Zahn der Zeit - sie sind auch nach noch so viel Flickschusterei und Facelifting nicht mehr up to date und müssen komplett abgeschafft werden. Unternehmen, die geschäftskritische Applikationen betreiben, lösen Alt-Anwendungen daher heute häufig durch Standards ab oder entwickeln zusätzliche Module, um sich ihren Wettbewerbsvorteil zu sichern.

HP hat mit seinen NonStop-Servern eine Hochverfügbarkeits-Plattform für geschäftskritische Anwendungen bereit gestellt, die die Ablösung alter und die Entwicklung neuer mission-kritischer Anwendungen unterstützt und erleichtert. Wie ein Computerwoche-Beitrag zeigt, lassen sich mit NonStop-Servern die Nachteile und Komplexität von Clusterlösungen reduzieren, da jeder Server ein hybrides lokales Cluster aus Hardware- und Software-Redundanz bildet, das innerhalb einer einzigen Maschine realisiert ist. Im Vergleich zu Cluster-Modellen können neue Anwendungen und Dienste auf NonStop-Servern deutlich leichter implementiert werden.