Linux- und Open-Source-Rückblick für KW 08

Raspberry Pi, Ubuntu und ownCloud

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Raspberry Pi Foundation hat vermeldet, dass man offiziell über fünf Millionen Mini-Rechner verkauft hat. Damit ist man Amstrad auf den Fersen.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Linux und Open-Source in Kalenderwoche 9. Ubuntu 14.04.2 LTS ist ausgegeben.

Bodhi Linux 3.0.0 bietet ein Abbild für Chromebooks. LibreOffice 4.3.6 ist ausgegeben. Mobiler ownCloud-Client 1.7.0 ist ausgegeben. Die Firewall-Distribution m0n0wall wird nicht mehr weiter entwickelt.

Fünf Millionen Mal Raspberry Pi

Mehr als fünf Millionen Raspberry Pis gingen laut der Raspberry Pi Foundation offiziell über die Ladentische. Man hat diese Zahlen vor kurzer Zeit bestätigt bekommen. Somit ist das Raspberry Pi derzeit der britische Computer, der sich am besten verkauft.

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Außerdem ist man damit Amstrad auf den Fersen. Zwischenn1984 und 1997 wurden von der Firma acht Millionen Computer unter die Leute gebracht. Es zweifelt wohl niemand, dass dieser Rekord bald fallen wird. Das Raspberry Pi gibt es gerade erst drei Jahre. Das Raspberry Pi 2 ist gerade auf den Martk gekommen und zeigt sich in Benchmark-Tests wesentlich performanter.

Ubuntu 14.04.2 LTS

Ubuntu 14.04.2 ist genau genommen eine Wartungs-Version. Die aktualisierten ISO-Abbilder bringen alle Fixes mit, die man in Ubuntu 14.04 LTS und Ubuntu 14.04.1 LTS eingepflegt hat. Ebenso sind alle Security-Fixes bis zum 17. Februar 2015 enthalten.

Darüber hinaus bringt man einen neuen Hardware-Unterstützungs-Stack mit sich. Per Standard wird Linux-Kernel 3.16 installiert, wie das auch bei Ubuntu 14.10 der Fall ist.

Ubuntu 14.04 ist eine Version mit Langzeitunterstützung. Ubuntu Desktop, Ubuntu Server, Ubuntu Core, Kubuntu, Edubuntu und Ubuntu Kylin werden fünf Jahre unterstützt. Die restlichen Ableger bekommen drei Jahre Unterstützung. Sie finden DOwnload-Links unter ubuntu.com.

Bodhi Linux 3.0.0

Bodhi Linux 3.0.0 basiert auf Ubuntu 14.04 LTS und setzt Linux-Kernel 3.16 ein. Als Desktop-Umgebung verwendet die leichtgewichtige Distribution Enlightenment E19.3.

Bodhi Linux 3.0.0 bringt außerdem ein ISO-Abbild für Chromebooks mit sich. Offiziell unterstützt die Distribution 14-Zoll-Modelle von Hewlett Packard und das Acer C270. Dieses Abbild deckt sich größtenteils mit der 32-Bit-Version. Es wurden allerdings einige Anpassungen getätigt, damit zum Beispiel das Trackpad funktioniert.

Zusätzlich zur neuen Distribution wurden die Website, das AppCenter, das Wiki und das Forum komplett überarbeitet.

LibreOffice 4.3.6

The Document Foundation (TDF) hat eine Wartungs-Version für LibreOffice 3.6.x "Still" angekündigt.DieSerie 4.3.x ist die empfohlene Version für konservative Anwender und Firmen.

LibreOffice 4.3.6 enthält über 110 Bugfixes. Sie finden LibreOffice 4.3.6 "Still" und LibreOffice 4.4.0 "Fresh" im Download-Bereich der Projektseite.

ownCloud 1.7.0 für Android

Ab sofort ist ownCloud-Client 1.7.0 für Android verfügbar. Eine der Neuerungen ist, dass man ab sofort komplette Ordner herunteralden kann. Ebenso gibt es Vorschaubilder. Diese werden aber nur dann unterstützt, wenn der Server ownCloud 8 oder höher ist.

Am Ende der Liste sehen Sie nun die Anzahl der Ordner und Dateien. Bei den Uploads können Sie mehrere Dateien auswählen. Sie finden den mobilen ownCloud-Client im Google Play Store.

m0n0wall wird eingestellt

Die auf FreeBSD basierende Firewall-Distribution m0n0wall wird ab sofort nicht mehr weiterentwickelt. Das kündigte der Hauptentwickler, Manuel Kasper, auf der Website des Projekts an.

Zwölf Jahre lang wurde m0n0wall zur Verfügung gestellt und die erste Version könnte man theoretisch immer noch laufen lassen. Die letzte Version gibt sich mit 128 MByte RAM und 32 MByte Storage zufrieden.

Kasper ist der Meinung, dass es nun zeitgemäßere Firewall-Lösungen gibt. Er rät, sich das OPNsense anzusehen. Es wird ebenfalls als Open-Source entwickelt.