Open-Source- und Linux-Rückblick für KW41

openSUSE 13.2 RC1 ist verfügbar

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Linux-Distribution openSUSE gehört zu den beliebtesten in Deutschland. Ab sofort steht ein Veröffentlichungs-Kandidat von 13.2 bereit.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Linux und Open-Source in Kalenderwoche 41. Red Hat und ownCloud geben strategische Partnerschaft bekannt.

Univention Corporate Server 4.0 Milestone 2 ist verfügbar. Über 700 Spiele mit Linux-Unterstützung nun in der Steam-Datenbank.

openSUSE 13.2 RC1

Fans der Linux-Distribution openSUSE dürfen sich freuen. Ab sofort gibt es einen ersten Veröffentlichungs-Kandidaten von openSUSE 13.2.Als Desktop-Umgebungen können Sie unter anderem KDE 4.14 oder GNOME 3.14 nutzen. Als weiteres Highlight stellen die Entwickler in der offiziellen Ankündigung Firefox 32 heraus. Der eneue HTTP-Cache sorgt für verbesserte Performance.

Die Beta-Version wurde fast 10.000 Mal heruntergeladen. Diese Hürde dürfte der Veröffentlichungs-Kandidat sprengen. Die Linux-Distribution ist auf Grund seiner Geschichte in Deutschland sehr beliebt. Das liegt mitunter auch an der Benutzerfreundlichkeit und der Kommandozentrale YaST.

Sie dürfen entsprechende ISO-Abbilder aus dem Entwickler-Bereich herunterladen.

Wer immer auf dem neueste Stand sein möchte, kann openSUSE Factory Rolling verwenden. Dort landen mittlerweile getestete Pakete, was der Stabilität zu gute kommt. Dennoch müssen Sie im Hinterkopf behalten, dass dieses Konstrukt als so genanntes "Bleeding Edge" bezeichnet wird und es schon mal krachen kann.

Rolling Releases sind eher etwas für fortgeschrittene Linux-Anwender. Dennoch hat Factory geholfen, den Stabilisierungs-Prozess für openSUSE 13.2 zu verkürzen.

Red Hat kuschelt mit ownCloud

Linux-Distributor Red Hat und die Macher der Open-Source-CLoud-Software ownCloud haben angekündigt, Open-Source-Storage mit weniger Gesamtbetriebskosten (TCO) anbieten zu können. Genauer gesagt macht das laut eigenen Aussagen eine Kombination aus Red Hat Storage Server und ownCloud Enterprise möglich. Mithilfe von Performance-Benchmarks (PDF) will man zeigen, dass sich die TCO um den Faktor zwei senken lässt.

Die Installation erfolgte auf HP ProLiant SL4540 Servern und dort hat man den Einsatz von 42.000 Enterprise-Anwendern simuliert. Nach eigenen Angaben kostet die Lösung 4,45 US-Dollar pro Monat für 1.000 Nutzer auf Branchen-üblicher Hardware. Mit Red Hat hat sich ownCloud einen sehr starken Partner hinsichtlich Data Center geholt. Das kann der weiteren Entwicklung nur gut tun.

Univention Corporate Server 4.0 Milestone 2

Univention Corporate Server (UCS) 4.0 ist als zweiter Milestone verfügbar. Die Test-Version richtet sich an Channel- und Technologie-Partner, sowie andere Interessierte. UCS 4.0 Milestone 2 enthält eine Vorschau des neuen Designs und der Verbindungs-Möglichkeiten mit OpenStack und Amazon EC2, um hybride Clouds zu managen.

Die Entwickler weisen darauf hin, dass sich Univention Corporate Server 4.0 Mileston 2 nicht für den Einsatz in produktiven Umgebungen eignet. Sie finden einen Download-Link auf der Projektseite.

Steam bietet nun über 700 Spiele mit Linux-Unterstützung

Ein Linux-Nutzer hätte diesen Fakt vor wenigen Jahren sicherlich nicht geglaubt. Nachdem Valve erst einen Steam-Client für Linux ausgegeben hat und dann mit Steam OS noch ein eigenes auf Linux basierendes Betriebssystem, dass auf den Steam Machines laufen soll, sind die Entwickler massenweise auf den Zug aufgesprungen. Mit Steam OS und relevanten Steam Machines ist im Jahre 2015 zu rechnen.

Auf jeden Fall gibt es nun über 700 Spiele in der Steam-Datenbank, die Unterstützung für Linux anbieten. Natürlich sind das viele so geannte Indie-Spiele. Es gibt aber auch schon einige AAA-Titel. Dazu gehören Left 4 Dead 2, Borderlands 2 und das kürzlich ausgegebene Wasteland 2.