Verisign

Verisign Betrugsbarometer

Online-Straftaten bleiben gefährlich

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Die Zahl der gemeldeten Fälle von Online-Betrügereien ist in den vergangenen Monaten stabil geblieben. Leichte Zuwächse gab es bei der durchschnittlichen Schadenshöhe.

Jeder sechste deutsche Internet-Nutzer ist innerhalb der vergangenen zwölf Monate Opfer eines Online-Betrugs geworden. Das stellt das VeriSign Betrugs-Barometer fest, für das zweimal jährlich Internet-Nutzer in Deutschland befragt werden. Die Zahl von Fällen sei damit gegenüber den Vorjahren stabil geblieben, heißt es in der Untersuchung.

Leicht angewachsen ist dagegen die durchschnittliche Schadenssumme, die sich von 179 auf 183 Euro pro Opfer erhöht hat. Das entspricht einem Anstieg von allerdings gerade einmal zwei Prozent. Der Schaden hält sich auch deshalb in Grenzen, weil immerhin jedes fünfte Opfer (21 Prozent) den gestohlenen Beitrag vollständig erstattet bekam. Im Jahr zuvor konnten sich nur 17 Prozent über eine Erstattung freuen. Ein Drittel der Befragten, 37 Prozent, rechnet dagegen nicht damit, ihr Geld überhaupt zurückbekommen zu können.

"Der höhere finanzielle Schaden", heißt es bei Verisign, "hängt damit zusammen, dass Käufer in Deutschland unvorsichtiger werden, wenn sie vertrauliche Informationen im Internet übermitteln". Zwar geben 77 Prozent der Befragten an, dass sie bei Transaktionen oder der Weitergabe persönlicher Informationen Websites mit erhöhter Sicherheit verwenden. Mehr als drei Viertel achten also auf sichere Authentifizierung und erkennbare Prüfmerkmale wie zum Beispiel Sicherheitssiegel.

Allerdings ist hier der Trend leicht rückläufig (minus vier Prozent). Das weise darauf hin, so Verisign, dass Internetnutzer mit ihren Daten online immer unvorsichtiger umgehen.

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