Kepler-GPU im Ultrabook

Nvidia Geforce GT 640M im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Grafikchips aus Nvidias aktueller Kepler-Generation gibt es nicht nur für den PC, sondern auch für Notebooks – zum Beispiel den Geforce GT 640M. Wir hatten ein Ultrabook mit der neuen Nvidia-GPU im Test.

Nvidias Kepler-Architektur kann im PC überzeugen. Im Notebook kommt natürlich eine abgespeckte Variante der aktuellen Geforce-Chips zum Einsatz. Sie soll laut Nvidia vor allem durch hohe Leistungseffizienz beeindrucken und gleiche oder höhere 3D-Leistung bei geringerem Verbrauch bieten. Damit sollen selbst besonders flache Notebooks spieletauglich werden.

Der Geforce GT 640M gehört zur neuen 600er-Familie von Nvidia
Der Geforce GT 640M gehört zur neuen 600er-Familie von Nvidia
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Den Beweis will im Test das Ultrabook Acer Aspire Timeline Ultra M3 antreten. Es arbeitet mit der Geforce GT 640M. Dieser Grafik-Chip verfügt über 384 Kerne und wird wie alle Kepler-Chips im 28 Nanometer-Verfahren gebaut. Im Acer-Ultrabook stehen ihm 1 GB GDDR3-Speicher zur Seite, die über einen 128 Bit breiten Bus angebunden sind. Der Chip arbeitet mit einer maximalen Taktrate von 625 MHz, der Speicher mit 1,8 GHz.

Nvidia: Die Familie der 600er-Grafikchips

Neben dem Geforce GT 640M bringt Nvidia auch viele andere Notebook-Grafikchips neu auf den Markt. Alle gehören zur 600er-Familie – der Kepler-Kern steckt aber nur im Geforce GTX 660M, im Geforce GT 650M und im von uns getesteten Geforce GT 640M. Die anderen Modelle beruhen noch auf der Fermi-Architektur, die Nvidia mit der 400er-Serie einführte. Besonders kundenfreundlich ist dieser Namenswirrwarr nicht. Außerdem gibt Nvidia für die Ausstattung der Grafikchips nur Maximalwerte an, also zum Beispiel für Taktrate, Anzahl der Kerne, Speichergröße und Speicherbandbreite. Notebookhersteller können diese Werte anpassen, um beispielsweise bestimmte Preispunkte zu erreichen oder um einen neuen Grafikchip in ein bestehendes Gehäuse einzubauen ohne die Kühllösung verändern zu müssen.

Grafikchip

Architektur

Fertigungsprozess

Anzahl der Kerne

Maximale Taktrate

Speicherbus

Geforce GTX 675M

Fermi

40 Nanometer

bis 384

bis 620 MHz

bis 256 Bit

Geforce GTX 670M

Fermi

40 Nanometer

bis 336

bis 598 MHz

bis 192 Bit

Geforce GTX 660M

Kepler

28 Nanometer

bis 384

bis 835 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 650M

Kepler

28 Nanometer

bis 384

bis 850 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 640M

Kepler

28 Nanometer

bis 384

bis 625 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 640M LE

Kepler

28 Nanometer

bis 384

bis 500 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 640M LE

Fermi

40 Nanometer

bis 96

bis 762 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 635M

Fermi

40 Nanometer

bis 144

bis 675 MHz

bis 192 Bit

Geforce GT 630M

Fermi

28/40 Nanometer

bis 96

bis 800 MHz

bis 128 Bit

Geforce GT 620M

Fermi

28 Nanometer

bis 96

bis 625 MHz

bis 128 Bit