Nokia plant Umsatzbeteiligung an mobilen Diensten

10.12.2007
Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo kann sich vorstellen, für die Bereitstellung mobiler Dienste von den Netzbetreibern am Umsatz beteiligt zu werden, ähnlich Apples Vermarktungsstrategie beim iPhone. Bei den Netzbetreibern stoßen die Finnen mit diesen Plänen auf Widerstand und auch die Kunden werden über steigende Kosten wenig erfreut sein.

Apples Vermarktungsstrategie für das iPhone findet in der Mobilfunkwelt prominente Nachahmer. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gab Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo seine Pläne für die Entwicklung des Handymarktes bekannt, die vor allem bei den Netzbetreibern auf großen Widerstand stoßen werden. Wie am Beispiel des kalifornischen iPhone-Herstellers sei "eine Umsatzbeteiligung durchaus möglich, [...] wenn wir neue Dienste bereitstellen", erklärte Kallasvuo. Marktbeobachter hatten mit solchen Forderungen der Handy-Hersteller bereits gerechnet, besonders Nokia habe mit einem weltweiten Marktanteil von 39 Prozent eine hervorragende Verhandlungsbasis.

Über die Höhe der Forderungen machte der Nokia-Manager noch keine Angaben. Branchenkreisen zufolge erhält Apple von den Netzbetreibern, die das iPhone exklusiv verkaufen dürfen, eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. In den vergangenen Monaten haben die Finnen eine Reihe neuer mobiler Dienste vorgestellt, die vor allem für Freunde der musikalischen Unterhaltung interessant sein dürften. Im Nokia Music Store können Titel direkt auf das Handy geladen werden, zudem sollen Kunden mit dem Programm "Nokia Comes with Music" ab Mitte 2008 die Möglichkeit haben, ein Jahr lang unbegrenzt auf Millionen von Musiktiteln zuzugreifen. Auch nach Ablauf der Frist und der Beendingung des Abos können alle während des Zeitraums heruntergeladenen Titel genutzt werden.

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