Skurriles aus Hannover

Neulich…auf der CeBIT

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Was haben der Berlinale-Bär, ein schwitzender CW-Redakteur und langsame Köche miteinander zu tun? Viel, man kann sie in Hannover finden. Lesen Sie unsere skurrilsten Geschichten von der CeBIT.

1. Im Nahkampf mit der Telekom

Wer die Telekom als 'ehemaliges verstaubtes Staatsunternehmen' bezeichnet, kann leicht ins Schwitzen kommen. Das stellte CW-Redakteur Hans Königes auf der CeBIT fest. Ausgangspunkt des Disputs war eine Podiumsdiskussion über Berufsperspektiven in der IT- und TK-Branche, an der auch Telekom-Personal-Manager Marc-Stefan Brodbeck teilnahm. In der Diskussionsrunde wagte es der Moderator, Brodbecks Arbeitgeber als "ehemaliges verstaubtes Staatsunternehmen" zu titulieren, das sich jetzt unter anderem mit Hilfe von Social Media ein neues Image verpassen möchte, um beim Nachwuchs cool und hype anzukommen. Das kam wiederum bei Brodbeck überhaupt nicht gut an.

CW-Redakteur Hans Königes musste sich in einem spannenden Kletterduell dem Telekom-Personal-Manager Marc-Stefan Brodbeck knapp geschlagen geben.
CW-Redakteur Hans Königes musste sich in einem spannenden Kletterduell dem Telekom-Personal-Manager Marc-Stefan Brodbeck knapp geschlagen geben.
Foto: Computerwoche

Kreativ forderte der Personal-Manager den Moderator auf, sich mit ihm in einem Wettbewerb zu messen, wer als Erster das obere Ende einer Kletterwand erreichen würde, die die Telekom gelegentlich auf Recruiting-Veranstaltungen aufstellt. Der Moderator nahm den Fehdehandschuh auf. Die Kontrahenten seilten sich an, und mit Hemd und Schlips ging es nach dem Startschuss die Wand hoch. In einem harten Fight gewann der Telekom-Mann knapp und freute sich, zumindest auf diesem Feld einen Sieg davongetragen zu haben.

2. Fahren wie die Kanzlerin

Es war kalt an dem Abend in Hannover. Dem Abend der Eröffnung der CeBIT. Als der Personalberater vor der Tür der Halle trat, sah er sie, die Phalanx der dunklen Limousinen samt ihrer beschäftigungslosen Chauffeure. Sie warteten auf Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Ehrengäste. "Eigentlich könnte auch mich eine der Limousinen mitnehmen und nach Hause fahren", dachte sich der Berater. Schließlich hatte er als Gast eines Empfangs auf der Berlinale diesen kleinen goldenen Bärenanstecker bekommen, der immer noch am Revers seines Anzuges haftete. Er fand, dass der kleine Bär seinem dunklen Anzug einen bedeutungsvollen, wenn nicht gar ministrablen Anstrich verlieh.

Ein goldener Bär, der Türen öffnet. Nicht nur im Film, sondern auch in der IT-Branche.
Ein goldener Bär, der Türen öffnet. Nicht nur im Film, sondern auch in der IT-Branche.
Foto: Pressestelle Berlinale

Also marschierte er zum Protokollchef und hielt ihm den Berlinale-Bären-Anstecker unter die Nase mit der Bitte, doch zum Hotel gefahren zu werden. Dieser nickte, wies ihm einen Chauffeur inklusive Limousine zu, der unseren Mann durch die kühle Nacht des Nordens bis zu seinem Quartier fuhr.

Und Ihr CeBIT-Highlight?

Und was haben Sie dieses Jahr auf der CeBIT erlebt? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf noch mehr Anekdoten rund um die weltgrößte Computermesse. Eine Mail an CW-Redakteurin Alexandra Mesmer genügt.