OpenStack Cloud Plattform

Neuigkeiten aus dem OpenStack-Universum

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Zu jedem OpenStack Summit kommt eine neue Version des Open-Source-Cloud-Frameworks - regelmäßig zweimal pro Jahr, so auch jetzt zum Event in Tokio. Mit "Liberty" wurde Mitte Oktober die nunmehr zwölfte Version veröffentlicht. Die IT-Industrie möchte diesem Innovationstempo natürlich nicht nachstehen. Deshalb gibt es in dieser Woche wieder jede Menge neuer Produkte und Services auf OpenStack-Basis. Wir stellen einige vor.

Seine Helion Public Cloud auf OpenStack-Basis hat HP gerade erst zu Ende Januar 2016 abgekündigt, die Private-Cloud-Angebote rund um das Open-Source-Framework stellt der Konzen indes nicht ein. So kommt mit HP Helion Open Stack 2.0 eine neue Version auf Basis des Liberty-Vorgängers "Kilo", die sich insbesondere durch SDN-Unterstützung auszeichnen soll. Anwendern werde es möglich, rechenzentrenübergreifend Software Defined Networks aufzusetzen und zu verwalten, schreibt HP in seiner Produktankündigung. Zudem wartet die Enterprise Cloud Plattform mit einigen neuen Features in den Bereichen Lifecycle- und Patch-Management sowie Security auf.

HP Helion OpenStack 2.0 ist ab sofort weltweit erhältlich, die Preise richten sich nach der individuellen Anforderung und Konfiguration des jeweiligen Anwenders. Helion-Bestandskunden können ihre bisherige Lizenzen ohne Aufpreis auf die neue Plattform migrieren, wenn sie diese ohne zeitliche Begrenzung weiternutzen. Ein Verbleib auf der "alten" Infrastruktur ist bis zum Lizenzablauf ebenfalls möglich.

"Carina by Rackspace" für native Container

Im Bereich der Container stellt OpenStack-Pionier Rackspace (der die Plattform einst gemeinsam mit der NASA aus der Taufe gehoben hat) seine native Entwicklungsumgebung "Carina" vor, die als Betaversion ab sofort nutzbar ist. Der sogenannte "Container-Cluster-Service" wartet mit einer intuitiven Benutzeroberfläche auf, die bestehende Docker-Werkzeuge mit Bare-Metal-Performance in Einklang bringen soll. Entwickler, Data Scientists und Cloud-Betreiber bekommen eine losgelöste Container-Entwicklungsumgebung an die Hand und können direkt auf "blankem Blech" arbeiten. Damit entfällt die Wartung von eigener Container-Hardware und Anwender kommen schneller in den produktiven Bereich.

Neues aus dem Silicon Valley

Die amerikanische OpenStack-Firma Mirantis und Chinas größter Public-Cloud-Provider UCloud machen künftig mit dem Joint Venture UMCloud von Shanghai aus gemeinsame Sache, um den Einsatz von OpenStack in Banken, bei Telkos, Staatsunternehmen und Internetfirmen im Reich der Mitte voranzutreiben. Alex Feedland, President und Mitgründer von Miranits kommentiert die Partnerschaft mit dem "unbegrenzten Potenzial von OpenStack als wichtigster Cloud-Treiber." Zudem seien sowohl die USA als auch China die Staaten, in denen der Cloud-Markt am schnellsten wachse und enorme Innovations- und Geschäftschancen berge.

Tintri, US-Hersteller von VM-zentrischem Speicher für Virtualisierungs- und Cloud-Umgebungen, baut seinen OpenStack-Support aus. Unter anderem gibt es einen neuen Treiber für OpenStack Cinder und die Zertifizierung für das Ökosystem rund um die Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform. Die erweiterte Integration soll es Unternehmen erleichtern, ihre OpenStack-Installation mit Tintris VM-zentrischen Speicher VMstore zu bestücken.