Zu Ende Januar 2016

HP beerdigt seine Helion Public Cloud

22.10.2015
Von 
Thomas Cloer war Redakteur der Computerwoche.
Hewlett-Packard muss eingestehen, dass es in Sachen Public Cloud nicht gegen Amazon (Web Services, AWS) und Co anstinken kann.

Hewlett-Packard werde sein Angebot "Helion Public Cloud" - der Konzern hatte offiziell bis dato darauf gepocht, er betreibe damit die größte Public Cloud auf Basis von OpenStack - zum 31. Januar 2016 einstellen, schreibt der in Palo Alto für Cloud-Angebote zuständige Senior Vice President und General Manager Bill Hilf in einem mit "A new model to deliver public cloud" überschriebenen Blogpost.

Foto: HP

Das "neue Modell" lässt sich im Übrigen mit wenigen Worten zusammenfassen: HP konzentriert sich fürderhin auf seine Fähigkeiten im Bereich Private und Managed Cloud und überlässt den Public-Part denen, die es besser (skalieren) können, zuvorderst AWS und Microsoft mit seinem Azure. Seine "Helion-OpenStack"-Implementierung will HP weiterentwickeln, aber eben nur noch als Unterbau für seine Private-Cloud-Lösung "Helion Cloudsystem".

Der frühere Microsoft-Manager Hilf hatte prinzipiell schon im Frühjahr 2015 eingestanden, dass in der Public Cloud ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Amazon Web Services und Co für Hewlett-Packard keinen Sinn mache. Er war dann aber zunächst noch zurückgepfiffen und genötigt worden, die eigentlich schon klare Ansage mit dementierendem PR-Sprech zu relativieren. Jetzt haben die Kunden endlich Klarheit und noch drei Monate Zeit, um ihre Daten aus der Helion Public Cloud in hoffentlich beständigere Cloud-Gefilde umzuziehen.