Enterprise Content Management

Nachfrage in Deutschland wächst

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Rund 1,7 Milliarden Euro werden die ECM-Anbieter im laufenden Jahr in Deutschland umsetzen, so die Prognose des Bitkom. Unternehmen bräuchten verstärkt Softwarelösungen, um die steigende Informationsflut zu bändigen und beherrschbar zu machen, lautet die Begründung der Experten.

Die Nachfrage nach Lösungen für das Enterprise Content Management (ECM) ist ungebrochen. Zu diesem Ergebnis kommen die Verantwortlichen des Branchenverbands Bitkom in ihrem aktuellen ECM-Barometer. Demnach sollen im laufenden Jahr mit Hardware, Software und Services rund um ECM in Deutschland rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das entspricht einer Steigerung von über sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,6 Milliarden Euro). "Immer mehr Unternehmen setzen auf ECM-Lösungen, um die steigende Informationsflut beherrschbar zu machen", sagte Bernhard Zöller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom, anlässlich der Vorstellung der aktuellen Studie.

Den größten Anteil am ECM-Geschäft sichern sich laut der Bitkom-Studie die Softwareanbieter mit 756 Millionen Euro (Vorjahr: 703 Millionen Euro). Für Services würden die hiesigen Anwenderunternehmen im laufenden Jahr 706 Millionen in die Hand nehmen nach 668 Millionen Euro im Jahr 2013. Hardware-Ausgaben bilden mit 239 Millionen den kleinsten ECM-Posten (Vorjahr: 223 Millionen Euro). Angesichts der positiven Marktprognosen blicken auch die ECM-Hersteller optimistisch in die Zukunft. Dem ECM-Barometer zufolge erwarten 91 Prozent der Anbieter von ECM-Lösungen im laufenden Jahr steigende Einnahmen. Sieben von zehn ECM-Unternehmen wollen 2014 zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Der wichtigste Branchen-Trend sind aus Bitkom-Sicht in diesem Jahr ECM-Lösungen für Smartphones und Tablet Computer. Rund zwei Drittel der ECM-Anbieter (64 Prozent) sehen in Apps und Web-Diensten für Mobilgeräte derzeit die wichtigste Branchen-Entwicklung. Für mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) gehören standardisierte Anwendungen beziehungsweise Branchenlösungen zu den Top-Themen 2014. Als Beispiel hierfür nennen die Experten die elektronische Personalakte. Weitere Top-Trends sind aus Anbietersicht ECM-Anwendungen aus der Cloud und die Nutzung sozialer Medien im Unternehmensumfeld (jeweils 52 Prozent). Dagegen scheint das Thema "papierloses Büro" an Relevanz zu verlieren. Lediglich jedes fünfte ECM-Unternehmen bezeichnete diesen Aspekt als wichtigsten Trend für das laufende Jahr.