Zulassungs-Software für Unis

Nach Projekt-Debakel - Pilotbetrieb beginnt

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der Pilotbetrieb des Dialogorientierten Serviceverfahrens für die Hochschulzulassung hat begonnen - dank der Datenlotsen.

Die Anbindung der von T-Systems stammenden Zulassungs-Software für Studenten geht in eine weitere Runde. Schuld daran hat dieses Mal allerdings nicht T-Systems. In ihrem Auftrag wurde die zentrale Bewerber- und Vergabeplattform programmiert. Diese Softwareplattform funktioniert sehr gut und erledigt genau das, was sie soll.

Davon konnte sich der Autor bei einem Vorführungstermin in den Räumen der ITSO, wo eines der Testsysteme steht, persönlich überzeugen. Professor Stefan Jähnichen, Leiter Fraunhofer FIRST, und Stephan Drooff, Geschäftsführer der IT-Firma ITSO, zeigten das System in der Berliner Mohrenstraße zwei Stunden lang ausgewählten Journalisten.

Diese Schüler könnten eventuell schon vom neuen Zulassungsverfahren profitieren.
Diese Schüler könnten eventuell schon vom neuen Zulassungsverfahren profitieren.
Foto: Christian Schwier, Fotolia.de

Das Problem war und ist vielmehr die Anbindung an die Systeme der Unis, die zu 80 Prozent Software des Unternehmens HIS (Hochschul-Informations-System GmbH) aus Hannover einsetzen. Diese klappt nicht, obwohl dies von der von Bund und Ländern als Gesellschafter geführten Bildungs-Softwareschmiede aus Hannover ewig versprochen worden war. Jetzt springt die private Hamburger Firma Datenlotsen in die Bresche. Sie führt den Entwicklern aus Hannover vor, wie es geht.

Seit dem 16. Mai 2012 können sich Studienbewerber über das Bewerbungsportal von www.hochschulstart.de für Studiengänge mit örtlicher Zulassungsbeschränkung bewerben. Damit hat der Pilotbetrieb des Dialogorientierten Serviceverfahrens für die Hochschulzulassung (DoSV) zum Wintersemester 2012/2013 begonnen. Das teilte die Stiftung Hochschulstart.de (vormals ZVS) mit.