Gartner Analyse

Mit Enterprise Architecture Big Data beherrschen

20.04.2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Unternehmensarchitekten kommt im Zeitalter von Big Data neue Bedeutung zu. Erst mit ihrer Hilfe sind die Risiken massenhaft anfallender Daten in Organisationen in den Griff zu bekommen, meint Marktforscher Gartner.
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Das Thema Big Data stellt Unternehmen vor gewaltige IT-Probleme, die jedoch mithilfe einer durchdachten Unternehmensarchitektur (enterprise architecture - EA) zu bewältigen sind. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen Gartner in einem aktuellen Analysepapier. Aus strategischer Sicht müssen dabei die wichtigsten Strategiereiche Business, Unternehmenskultur, Human Resources und Technologien auf das Thema Big Data abgestimmt werden. Generell gehe es darum, den derzeit vorherrschenden Fokus von EA auf Optimierung und Standardisierung innerhalb einer Organisation zu verschieben in Richtung Harmonisierung und Auslagerung.

Datenaustausch in der Unternehmenskultur verankern

Gartner empfiehlt Unternehmen daher bei der Gestaltung der Unternehmensarchitektur die vier Strategiebereiche konsequent auf das Thema Big Data auszurichten:

Business: Datenorientierte Business-Strategie

Natürlich sollen EA-Verantwortliche die Führungskräfte im Unternehmen von den Chancen von Big Data überzeugen. Dabei müssen aber auch Risiken wie Datenschutz und Compliance thematisiert werden. Bei der Entwicklung der Datenstrategie sollte auch die wachsende Anzahl öffentlicher Datenformate berücksichtigt werden (Social Media usw.), die wertvolle Informationen für Stimmungsbilder, lokale Services und kontextbezogene Anwendungen liefern.

Unternehmenskultur: Datenaustausch und Vertrauen fördern

Ohne eine interne Unternehmenskultur, die sich der gemeinsamen Nutzung von Daten verschreibt, bleiben die Vorteile von Big Data wahrscheinlich ungenutzt, prognostiziert Gartner. EA-Verantwortliche müssen daher innerbetriebliche Blockaden, die einem Datenaustausch im Wege stehen, identifizieren und beseitigen. Auf diese Weise könnten etwa Produktinnovationen vorangetrieben werden, an denen Kunden in einem offenen Entwicklungsprozess beteiligt sind.

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