Gemini, Kilimanjaro und Madison

Microsoft will Business Intelligence so einfach wie Word und Excel machen

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Der Hersteller hat seine Ambitionen im Markt für Business Intelligence unterstrichen und will in den kommenden zwölf Monaten neue Features vorstellen. Verfügbar sind bereits erweiterte Berichtsfunktionen.

Das nächste Release der Datenbank Microsoft SQL Server wird im Zeichen erweiterter Business-Intelligence-Funktionen stehen. Dies betonte jetzt der Hersteller auf der "Microsoft Business Intelligence Conference 2008" in Seattle. Strategisches Ziel ist eine breite Nutzung von Reporting- und Analysesoftware in Unternehmen auch durch ungeübte Anwender. Dieser Vertriebsansatz, den Analysten öfter auch als "BI for the masses" bezeichnen, verfolgen viele Hersteller im Markt. Ziel ist es, die Nutzung der bis heute von vielen Anwendern als komplex und gewöhnungsbedürftig empfundenen Benutzeroberflächen zu vereinfachen.

Self-Service BI

Microsoft will hierbei seine Dominanz auf dem Desktop ausspielen und betonte, dass BI-Anwendungen sich künftig so einfach wie Excel und Word benutzen lassen. Ohne indes Details zu nennen, erklärten Microsoft-Redner vor 2500 Teilnehmern, dass man unter dem Projektnamen "Kilimanjaro" an entsprechenden selbsterklärenden BI-Funktionen arbeite sowie in einem Teilprojekt unter dem Codenamen "Gemini" speziell an neuen Analyse-Features arbeite.

Ziel sei es, Anwendern allein mit Hilfe heutiger Office-Tools in die Lage versetzt werden, BI-Anwendungen für Ad-hoc-Abfragen und Reporting zu erstellen und zu bearbeiten. Microsoft spricht in diesem Zusammenhang von "Managed Self-Service BI". Wie schon beim PerfomancePoint Server 2007 steht insbesondere die tiefe Integration von Excel- dem schon heute beliebtesten BI-Frontend - in die Datenbank im Mittelpunkt. Laut Jason Carlson, Partner Product Unit Manager von Microsoft, geht in die Entwicklung der Reporting-Funktionen auch die Technik des vor einigen Monaten gekauften Anbieters 90 Degree Software" aus Vancouver ein, der seit einigen Jahren enger Partner war.