Service-orientierte Architekturen

Microsoft definiert SOA mit Oslo

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Die Modellierungsplattform Oslo soll Unternehmen mit SOA-Ambitionen die Anwendungsentwicklung erleichtern.

Als Microsoft vor gut einem Jahr erstmals über "Oslo" als Roadmap zur Service-orientierten Architekur (SOA) sprach, blieben viele Fragen offen. Auf seiner Professional Developers Conference (PDC) 2008 konkretisierte der Hersteller seine Pläne. Als universell einsetzbare Modellierungsplattform soll Oslo demnach das Kernstück einer neuen Service-orientierten Anwendungsentwicklung bilden. Genau genommen handelt es sich bei Oslo nicht um ein Produkt, sondern um mehrere Techniken, die schrittweise in Microsofts Middleware- und Softwareentwicklungs-Tools eingebaut werden sollen. Das Versprechen: Unternehmen würden damit in die Lage versetzt, auf relativ einfache Weise zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications) für eine SOA zu erstellen.

Olso besteht den Angaben zufolge aus drei Komponenten, die Microsoft in die Produktfamilie Visual Studio integrieren will:

  • einem Tool mit dem Codenamen "Quadrant", das Benutzern eine grafische Umgebung für die Bearbeitung von Anwendungsmodellen zur Verfügung stellt,

  • einer Meta-Modellierungssprache mit dem Codenamen "M",

  • und einem relationalen Repository, das die Modelle anderen Softwarewerkzeugen und Plattformkomponenten zur Verfügung stellt.